15.09. Wieder eine wechselvolle Woche

Die Stadt hat Ernst gemacht. Drei Halteverbotsschilder stehen gegenüber der Segelschule. Die Woche bietet Regenschauer, starke Winde und Böen. Doch am Mittwoch nimmt der Sturm seinen Anlauf. Während Dieter mich nach Bad Schwartau zur MRT fährt, ziehen sich die Wolken zusammen. Regengüsse und plötzliche Fallböen rasen über das Wasser.

Am nächsten Morgen – Ebbe soweit das Auge reicht – erspähe ich den ersten Wattwanderer. Doch Heute, am Freitag, ist das Wasser wieder zurück. Südwest mit Böen bis 7 Bft bilden den Hintergrund für die bevorstehende Prüfung.

08.09. Eine wechselvolle Woche

Am Samstag feiert Stella ihren Geburtstag an der Segelschule. Tagsüber habe ich 19 Wochenendschüler begrüßt, die ich dank der Hilfe von Maddel, Dieter, Olaf, Ina und Magdalena gut verteilen konnte. Gleichzeitig verabschieden sich die Studenten, Stanzerl und Cata reinigen danach die Küche und entsorgen viel Abfall. Immer hat mich noch die Erkältung im Griff. Am Sonntag kann ich mit Stanzerl, Cata, Dennis und Chrischi einen kleinen Ausflug zur Seebrücke unternehmen.

Am Montag stehe ich vor fünf neuen Schülern. Am Montag und Dienstag nutzen wir die Zeit mit Maren, Meryem, Ralf, Dani und Daniel, segeln solange es geht. Ab Mittwoch kommt der Regen, teils sehr böiger Wind.

Am Donnerstag gebe ich an Maddel ab, denn Dieter fährt mich zur Zahn-OP nach Neustadt, dort muss er über eine Stunde warten, bis Meißel und Fräse ihr blutiges Werk getan haben. Schon im Vorfeld hat Dieter zwei Kühlpacks für mich besorgt. So schaue ich auch nur aus Entfernung auf die Prüfung. Maren besteht ihren Grundschein, Dani und ein Ostwindler den Sportboot Binnen. Das Stück wird von Axel geleitet vor dem Hintergrund südwestlichen Flachwassers im böigen Regenkleid. In der Hand hält er aber nun das absolute Klemmbrett: pinkfarben und mit Wetterdach.

02.09. Einen Tag Wind!

Am Mittwoch baut Maddel eine kleine Laserregatta. Folker und ich wachen über die Schülerschar, checken an Bord das BüB. Die Erkältung kommt zurück ...

Der Donnerstag bringt dann endlich mal Wind. Die Gleiter sind begeistert, gekentert. Bernd erzählt, wie sie auf „Verfolgungswahn“ kurz den Spi gezogen haben, die Bugwelle hinter den Mast gewandert ist. Yogi legt mit einer Yachthalse den Menhir fast auf die Seite. Krängung, Böen – sie machen das Segeln plötzlich wieder aufregend. Abends bekomme ich Besuch von einem Nachbarn, der sich über die Lautstärke beschwert, die am Abend zuvor von einigen Personen aus dem Senioreneck ausging. Ich mache eine Ansprache. Daraufhin ziehen einige los, sich zu entschuldigen. So kann hoffentlich Wind aus den Segeln genommen werden. Irgendein Nachbar scheint sich gegen die Schule verschworen zu haben. Moritz zieht mit seinem Wohnwagen ab, alle Autos parken nur noch auf einer Seite.

Am Freitag wieder schwächerer Wind – mit Folker berate ich den möglichen Prüfungskurs. Fantasievolle Schnittchenkreationen entstehen, ein Apfelkuchen schickt seinen Duft voraus. Herr Dennis nimmt ab 11 Uhr die Grundscheinprüfungen ab. Gegen 1230 Uhr laufen Frank und Axel ein. Drei Ostwindler sind auf Übungskurs. Folker moderiert, es zieht sich bei dem Leichtwind. Bei der Motorenausbildung wird bemängelt, dass die Schüler keine Kreuzpeilung erklären können. Das ist berechtigte Kritik. Endlich die Schüler bekommen ihre Scheine, bis auf die arme Gesa, deren Führungszeugnis noch nicht eingetroffen ist. Laura bekommt von mir ein Büchlein über Knoten, Spleißen, Takeln. Solche selten gewordenen Interessen müssen unterstützt werden. Am Stegkopf versammeln wir uns zum Gruppenfoto.

Meine Erkältung hat mich im Griff, Stanzerl schläft allein – so hoffe ich doch – in ihrer Hütte. Paprika mit ganz viel Ingwer und Knoblauch sollen mich wieder auf den Damm bringen. Gerne hätte ich noch mit den Leuten zusammen gesessen, doch am Samstag warten zwanzig neue Leute auf mich ...

31.08. Leichtwindwoche!

Am Sonntag herrscht noch einmal ein Bilderbuchtag, wer kann, nutzt den Wind. Ole liegt mit seiner kleinen Yacht am Steg. Unsere Schüler dagegen machen eine künstlerische Pause. Flutschfinger legt mit großem Besteck ab. Stanzerl und Tine lasern – Christian schaut rein, er will mit seinem Finn wieder anlanden. Dieter übernimmt die Ausbildung von Yogi und Lennart.

Am Montag kommen vier neue Grundschüler. Maddel übernimmt mit Moritz die Gleiter – die Javelin wird wieder aktiviert. Abends zeigt Johanna ihre Performance – Kopfstand auf dem Surfbrett, auch dann noch als Maddel sie mit dem Long-Boat schleppt. Der Wind bleibt eher schwach – gerade für die Gleiter nur eine geringe Ausbeute.

So bleibt es auch am Dienstag – da überkommt mich eine Erkältung. So krieche ich abends früh ins Bett – wann hatte ich meine letzte Sommergrippe? Das Ordnungsamt tritt auf den Plan: es gibt große Diskussionen. Die Stadt will keine Wohnwagen, -mobile und Camper dort stehen haben, außerdem darf seit Mittwoch nur noch rechts gegenüber der Segelschule geparkt werden. Die Stadt will ihre Grünflächen, die an meinem Zaun liegen frei haben. Ihr wisst, die von Brennesseln überwucherten Flächen, die Stanzerl und Cata mühsam bereinigt haben. Moritz kassiert den ersten Verwarnungszettel. Ich werde nicht umhin können, einige Stellplätze auf dem Gelände einzurichten. Dora und Asterix müssen im nächsten Jahr wieder ins Wasser, damit wir Platz bekommen. Ich bin voller Rotz und Schleim, doch der Rachen kratzt nicht mehr so, die erste Pfeife geht schon wieder.

So mache ich am Mittwoch leise Grundscheintheorie, segele dann bei Gesa und Johanna, bei Maria und Franz, schließlich bei Laura, Ann-Kristin und Tobias. Segeltheorie mit Yogi, mit Laura das gleiche Thema danach und: der Rückspleiß, den sich Malte auch mit anschaut. Dann wieder früh in die Koje, obwohl ich noch gerne unten bei den Leuten wäre. Mareike ist kurzfristig auf Besuch gekommen.

Der Mittwoch hängt im Nebel, statt der angesagten drei Windstärken spiegeln sich die Vögel im Wasser – wo ist der Schalter???

27.08. Fehmarn, Prüfung und Nachdreh!

Axel prüft Bo und Mats, die ihre Sache auf der Möwe sehr gut machen. Besonders der Einsatz des Großsegels zum Stoppen bei BüB und beim Anlegen nötigt Respekt ab. Zwei Ostwindler und Roland segeln auf Menhir. Nach der Prüfung sitze ich mit Axel und Dieter im Senioreneck beim Zaubergetränk. Gegen 1630 Uhr erzähle ich den Schülern etwas über die Segelphysik. Später stößt Henning zu uns, es gibt gegrilltes Steak. Die Fehmeraner sind zurück, Bernd hat gut Fotos im Gepäck. Stanzerl und zwei Katamarane waren ebenfalls unterwegs.

Am Samstag wartet Dieter vergeblich auf Schüler, die trudeln erst am späten Nachmittag ein. Ich warte auf Caro und Ihre Filmcrew. Es gilt einen Nachdreh für Benjamin Asare zu machen. Mit dem Long-Boat geht es Richtung Dalben. Wegen des Lichteinfalles tuckere ich langsam auf eine Backbordtonne zu, die ich aber nicht sehen kann, weil im Vorschiffbereich die Action ist. Benji hängt drehbuchmäßig erschöpft über den Rand des Bootes, die Kamera direkt auf ihn gerichtet, während die Crew versucht, mit Tüchern und Pullovern das Licht abzuhalten. Dann geht es rückwärts Richtung Klärwerk. Zwei Stunden später sind die Aufnahmen im Kasten. Im Anschluss sitzen wir beim Grillen zusammen. Mit Benji und Caro gibt es am frühen Nachmittag einen Schluck Schlangenschnaps. Später sitze ich mit vier Leuten auf dem Motorboot. Bewundernd schaue ich Johanna und Gesa zu, die die Möwe ohne Ruderanlage meisterhaft bewegen, welch Freude sie mir damit machen ‡)

25.08. Möwewechsel

Das Kentertraining läuft, nachdem wir die Möwe gewechselt haben. Die erste ging fast unter, nach nur einer Kenterung hatte sie so gut wie kein Freibord mehr. Daniel musste so nett sein, mit uns zu tauschen. Nachmittags erkläre ich Ausweichregeln und das taktische Segeln. Julian weist die Schüler auf die Möwe ein. Ich schneide den Kenterfilm.

Am nächsten Morgen starte ich sehr früh zum Walken. Ziel ist der Beobachtungsturm der Nabu, leider verschlossen. Gerne würde ich dort den Sonnenaufgang erleben. Guter Wasserstand in der Bucht. Ich erkläre das BüB. Moritz und Maddel gehen mit ihrer Crew ins Revier. Nachmittags erkläre ich mit Folker die restlichen Knoten, um dann mit Bo und drei Studenten Motorboot zu üben. Abends zaubert Stanzerl leckeren Johannisbeer-Pfannkuchen. Der Laura erkläre ich noch den Augspleiß, dann ruft nach einem kleinen Botucal und einem Klönschnack mit Bruno über die Euterpe die Koje.

Am Freitag brechen acht Menhire Richtung Fehmarn auf. Zurück bleiben Mats, Bo, Ronald und zwei Ostwindler, die um 13 Uhr von Axel geprüft werden.

24.08. Ein Sommertag!

Nach zäher Wolkenauflösung wird uns ein sonniger Tag geschenkt. Die Bucht füllt sich mit den Booten. Contender, Katamarane, Laser 5000 und Flutschfinger geben sich ein Stelldichein. Bo und Mats bekommen endlich Gelegenheit, Laser zu segeln. Nach dem An- und Ablegen erkläre ich nachmittags die Halse und gebe abends die erste Einheit Gesetzeskunde. Die alte 505er-Plane wird ausgeschlachtet, aus ihren Resten, einer einfachen Abdeckplane und einer Dachlatte eine Behelfsplane erstellt. Jean schaut rein, will mit uns Doko spielen. Da Maddel nicht kommt, springt Julian ein.

Am nächsten Morgen nehme ich seit langer Zeit wieder meine Walkingrunde auf. Für Mittwoch planen wir Kentertraining, Möweeinweisung und für die Auffrischler eine Fahrt ins Revier.

22.08. Böiger Westwind!

Der Wind bleibt böig, doch die Möwen der Auffrischler halten sich tapfer. Am Steg gibt es zuweilen Konfusionen, den Menhiren gelingt es nicht, kurzräumig abzufallen. Die Großschot wird nicht ganz gelöst, die Steuerleute sitzen ihrer Pinne im Weg. Aufgrund der extremen Luvgierigkeit der Menhire, gelingt es nur, wenn das Großsegel ganz gefiert ist. Nebenbei suche ich noch Vorsegel für die 470iger. Ich werde fündig, wir  haben noch vier Stück in Reserve. Gleichzeitig habe ich noch eine Adresse in Kiel ausfindig gemacht, wo Segel verkauft werden ...

An einer Klampe hängt schon meine Kamera bereit, denn Stanzerl, Mareike und Stefan wollen sich den Böen stellen. Es ergibt ein paar schöne Aufnahmen. Stanzerl ist aber nach kurzer Zeit groggy, kann die Schoten kaum noch dichtholen. Als der Wind nachlässt, die Sonne durchkommt, gehen die Laser noch einmal heraus. Ab 17 Uhr ist Doppelkopf angesagt, mit Dennis, Stanzerl und Chrischi legen wir die Karten, bis die Hähnchen aus dem Ofen kommen. Unbedachter Weise wird Bratwanne mit den herrlich gebräunten Gockeln direkt auf den Tisch der Veganer gestellt. Erschrocken wechseln wir den Tisch, um uns dann den fleischlichen Genüssen hinzugeben. Beim Doko lösen uns Hobbit & Folker ab – die Koje ruft ...

21.08. Sonntagsausklang und Beginn der Studentenwoche

Die OSGler kommen gerade vor dem ersten Regen wieder rein. Eine Fock ist zerlegt. Nach einer längeren Mittagspause legen sie ein weiteres Mal ab. Wir wissen nie, ob das Gewitter und die Böen kommen, doch meist werden wir verschont. Mit Folker mache ich den ersten Listenvergleich. Einige Neukunden schauen ins Büro, wollen Montag vielleicht noch einsteigen.

Die Mädels wollen spielen – Fine, Cata und Stanzerl vollführen in ganz eigener Grazie Surfbrettpaddelyoga. Danach sitzen sie in den Kajaks, ihre Augen verbunden, über Smartphone verdrahtet, bekommen sie von Dennis und Chrischi Anweisungen, ob sie links oder rechts paddeln müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen: Motto: Man(n) spricht – Frau tut! 1845 Uhr kann ich den entsprechenden Videofilm zeigen. Gegen 19 Uhr Hausbesprechung. Die Tochter von Steffi tanz vor mir dabei auf dem Tisch. Im Smoker werden acht Hähnchen gegart – nur drei können wir vertilgen. Die Studentengruppe hat derweil den Grill angeworfen.

Am Montag warten wir auf die Neuen, haben 10 Minuten vor 9 Uhr eine kleine Segellehrerbesprechung bei mir oben. Die Anfängergruppe  wird nach dem Unterricht auf die Menhire verteilt: Nele, Dieter, Klaus, Bernd und Julian sind die Schiffsführer. In der Auffrischungsgruppe, die dann doch 17 Personen umfasst, werden Maddel und Moritz von Merle und Hobbit unterstützt. Die Urlauber – Steffi, Cata, Chrischi, Ben, Mary und mein Stanzerl – sitzen der Wetterunbilden wegen noch auf der Lästerbank, spielen mit der Tochter von Steffi – lassen den Tag dahingleiten.

20.08. Prüfungen, OSGler und Schichtwechsel!

Die Schnittchen stehen bereit. Südliche Schwachwinde mit Abdeckungsbereich. Die Grundschüler sitzen unter den wachsamen Augen von Herr D. an ihren Prüfungsbögen. Axel kommt gegen 14 Uhr, lässt auch zunächst schreiben und steht dann bei flottem Nieselregen am Stegkopf. Dieter übernimmt die Betreuung, so kann ich mich um die Liegenschaften im Büro kümmern. Ostwind ist wieder mit einer Person dabei. Endlich kann ich die Zaubergetränke bereiten. Ich bedanke mich bei beiden Prüfern für ihre Geduld dem Regen und Schwachwind gegenüber. Schon heißt es wieder Abschied nehmen, einige Schüler rüsten zum Aufbruch. Es war eine nette, angenehme Gruppe. Abends zaubert Dennis im Smoker Rippchen. Das Dinner findet durch den Regen bedingt in unserer Bootshalle statt. Wohl befüllt  suche ich vor der Neige der Linie die Koje auf.

Samstagmorgen, mein Puls schnellt hoch, steht doch ein Kat mitten in der Einfahrt. Während der Walkingrunde lege ich mir eine Strategie zurecht. Mit Ulis Hilfe bugsiere ich den Kat auf die Straße und schließe das Tor ab. Es sind halt breite Boote, die für nur zwei Personen unheimlich viel Platz beanspruchen – schnell wird das Gelände wieder zugestellt. Doch Ben ist einsichtig, legt sein Schiffchen vor Boje, entsorgt den Trailer ... Der OSG ist mit seinen Gleitwilligen vor Ort. Vormittags – Böen 7 Bft angesagt - segeln sie unter der Regie von Moritz in der Bucht, nachmittags suchen sie den Dalben auf. Mein liebes Stanzerl mäht den Rasen. Ich räume Hütte, mache Listen für die nächsten beiden Wochen. Die letzten Schüler verabschieden sich, neue treffen schon wieder ein. Nachmittags Spaziergang zur Seebrücke, Eis und ein Frauenpaar, das an der Strandbar standesamtlich getraut wird. Abends gibt es Restrippchen mit einer tollen Barbecue-Brombeersauce, während ich unter dem Beisein von Stanzerl und Dennis ein weiteres Zukunftsgespräch führe.

Am Sonntag letzte Hand an die Hütte legen. Maddel und Moritz bereiten bei Flachstwasser einen Ausflug in die Bucht vor. Starke Böen sind angesagt und nachmittags Gewittergefahr…..

18.08. Vor dem großen Regen

Am Donnerstag lasse ich mich vom Farbenspiel des Sonnenaufganges und dem Flug der Gänse faszinieren. Taktisches Segeln und Knoten zur Vorbereitung auf die Prüfungen werden geboten. Dann erwartet uns ein zickiger Südwester. Die Pfadfinder sind zum größten Teil auf die Möwen umgestiegen. Da einige kein Deutsch verstehen, lernen sie mehr oder weniger intuitiv. Dafür machen sie ihre Sache gut. Nur Volker hat seine liebe Not, einer gekenterten Jolle Anweisungen zum Aufrichten zu geben. Alina, Mareike, Philipp und Michael kommen ohne Kenterung durch. Andreas aus Martins Gruppe der einzige, der Prüfung machen will, segelt mit Nikolas und Lukas. Ich erkläre an Bord noch einmal die Halse. Ulrich trainiert mit Kristina, Vera hat leider Rücken. Mats und Bo versuchen, ihre Jolle ohne Ruder zu steuern.

Zwischendurch lande ich beim Friseur – 15mm bitte! Abends sitzen wir beim Doko im Freisitz: mit Philipp, Christel, Volker und später auch noch Esther wird es ein sehr lustiges Spiel – die Toleranzgrenzen werden ausgetestet. Kräftiger Regen geht nieder. Am Freitag südliche Wind mit stark flautigem Charakter. Wir wiederholen die Knoten, teilen die Crews ein.
Dennis, der gestern Abend schon eingelaufen ist, hat Rippchen im Smoker vor. Doch erst einmal muss die Prüfung laufen ...

17.08. Die Schule ist gut gebucht...

Am Montag findet die Einweisung der Neuschüler an zwei Plätzen statt. Im Freisitz versammelt Maddel die Pfadfinder – 14 Leute, während Merle mit ca. sechs Optis im Zelt arbeitet. Bei mir im Raum sind mehr als 20 Schüler, Studenten aus Kassel und einige Familien. Insgesamt kommen wir auf mehr als 40 Schüler für die Woche. Matthias, Dieter, Claus, Volker, Nele, Julian, helfen Maddel und mir bei der Ausbildung. Nachmittags kommt noch eine fünfköpfige Familie dazu, der arme Michel wird verhaftet, zu helfen. Ein fliegender Start, ad-hoc-Entscheidung sind zu fällen – es läuft. Allein Dieter muss leiden, weil er mit mehreren Aspiranten unterwegs ist, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Ich habe eine nette Familie aus Bayern an Bord, die zunächst nur halbtägig gebucht hat, dann aber mit drei Personen upgradet.

Am Dienstag hilft uns Nils, Schüler von der letzten Woche. Wir trainieren das An- und Ablegen. Ich muss einen Menhir von der Mole bergen – Dieter bekommt eine andere Crew. Es gibt einen Crash mit Wunde ... Merle geht mit sieben Kindern auf einen Menhir, der Wind zu stark für die Optis ... Später gibt es Kentertraining mit Video. Danach noch Theorie mit Bo und Mats – Aufräumen – groggy.

Der Mittwoch lockt mit Fehmarnmöglichkeit – sieben Menhire stechen in See, während vier Menhire und eine Möwe im Revier bleiben, von mir und Nele betreut werden. Meine Crew, die ich am Vormittag trainiere, hat mittags einen Aufnahmeerschöpfungszustand. Sie segeln nachmittags mit Nele, die ein dickes Lob einfährt. Die Fehmarncrew kommt ohne Kreuz zurück. Mit Alina und Mareike übe ich auf der Möwe die Auslegerwende. Habe zwischendurch den Kenterfilm fertiggestellt. Segelphysik mit Bo und Mats ... und nun will ich 2050 Uhr den Film zeigen, um dann schlafen zu gehen. Es gibt dann doch noch einen kleinen Rum mit Christel, die uns wieder besucht. Da auch viele Andere probieren möchten, bleibt die Flasche gleich unten ….

14.08. Eine bunte Woche!

Lorenz und Merle machen ihre Sache gut, die Ausbildung läuft. Das Wetter treibt Schabernack mit uns. Trotzdem kann am Mittwoch die Fehmarntour stattfinden. Mal Sonne, viele Wolken – Wetterwechsel bestimmt das Geschehen. Merle versucht, ein Optiballett zu organisieren – ein schönes Bild, wenn sich die leuchtenden Segel in der Wende gleichzeitig drehen. Abends verzückt uns ein wunderschöner Regenbogen mit Spiegelbild im Wasser. Lorenz und Jojo belagern meinen Balkon, gilt es doch ein neues Großfall einzuziehen. Es gelingt, nachdem der Mast mit dem Handy ausgeleuchtet wurde.

Am Freitag wird es garstig, Südwest bis West mit Regenschauern ... schnell übergebe ich Nele den Koffer für die Scheinausstellungen – allerdings ohne Ösen, denn für mich heißt es, Aufbruch gen Neustadt, die Zahnklinik warte, die Wurzel allen Übels soll genommen werden. Steffi hat mich mit Kügelchen nach der OP versorgt. Mit Navi-Unterstützung, der aber nicht vertraut wird, gelange ich rechtzeitig in die Behandlung. Nein, es wird nicht geschnitten – der Termin wird auf September verschoben. Die Untersuchung des Rachenraumes ergibt keine Beunruhigung, für einen Raucher normal. Sollte besser aufhören .. So kann ich noch Theo und die anderen Prüfer begrüßen, zwei Seeprüfungen Praxis laufen, so kommt das neue Modell in Fahrt: mit einer Prüfung eineinhalb Scheine machen. SBI komplett und See-Praxis, die für den Binnenschein-Motor-Praxis anerkannt wird. Damit ergeben sich neue Perspektiven für die See-Kurse.

Am Samstag übernimmt Dieter zwei neue Schüler: Michael, der einen CD-Kurs absolviert und Jörg, der Mann von Maria, die ich vor vielen Jahren in Chile kennen gelernt habe. Ich räume in der Hütte auf, entsorge viele Neos und kaputte Westen, sortiere ... Am späten Nachmittag wollen die Segellehrer und Helfer eine Optiregatta veranstalten. Als es soweit ist, regnet es – und es wird so bleiben. Doch Lorenz, Jan, Michel, Sebastian, der Mann von Steffi, Laura, Nele und Julian sind dabei. Ein Le Mans-Start. Auf Kommando rennen sie gen Ufer, die Sprit einhaken, den Opti zu wässern, einsteigen, paddeln und los ... Auf dem Stationsboot: Volker hat sich als Fahrer zur Verfügung gestellt, Steffi mit Kind und die Freunding von Jan – in meiner Hand – die Kamera. Jan von vorne weg in Führungsposition. Unangetastet siegt er in beiden Läufen, die zum Dalben mit Raum- bis Halbwind führen und zurück nach Neustart bis zum Steg, wo Kreuz und Schwachwind warten. Laura arbeitet sich auf einen beachtlichen zweiten Platz vor.
Gleich versuche ich den Film zu überspielen, schneiden und tunen, dann die erste Kopie funktioniert nicht. Die DVD-Lade klemmt, stundenlang versuche ich mit Schraubenzieher und Ähnlichem die Notöffnung zu aktivieren. Nach einigen Stunden gebe ich auf – wäre ein schöner Abschluss gewesen. Doch am nächsten Morgen geht es weiter. Schließlich nehme ich ein Drahtstück von der Hängekartei – es klappt – die nächste Kopie gelingt.

Doch der Sonntag hat schon begonnen. Vorausschauend mache  ich Unterricht mit Philip und Esther sowie nachmittags mit Katja und Sascha aus der Altgruppe, weil wir am Montag wohl wenig Zeit für sie haben werden. Es wird ein Bilderbuchtag – sieben oder acht Menhire und zwei Optis gehen in den Verleih. Alle wollen den kleinen Sommer nach den beiden Regentagen genießen. Jannis hat seine Mutter mit zwei Freundinnen auf dem Menhir eingeführt. Jojo und Lorenz ziehen eine neue Topnante in den Verfolgungswahn. Hardy, Maddel und Volker segeln eine Runde Laser. Steffi und Gerd, Thomas H. und Sohn reihen sich in den bunten Reigen der Boote ein. Jans Mutter ist mit Julchen auf Kurzbesuch. Merles Eltern kommen mit Kuchen – Apfel und Pflaume. Dann kommt der große Abschied: Laura, Lorenz, Jan fahren nach drei Wochen ab. Es kommen aber schon die Neuen. Martin rückt mit seinen Pfadfindern an, die Studenten aus Kassel treffen ein. Gegen 19 Uhr halten wir eine Hausbesprechung ab. Im Hintergrund versuche ich genügend Schiffsführer für den Montag zu rekrutieren. Wir beenden den Abend mit einer kleinen Dokorunde im Freisitz. Jetzt guckt gerade die Sonne über die Kimm ‡)

08.08. 505er + Smoker

Am Sonntag kommen Philip und Dennis direkt von Wacken. Ich freue mich über sie, schenke ihnen das Buch „Feuer und Flamme - 100 Grillrezepte“. Wir klönen über Südafrika und die Zukunft der Segelschule. Merle, Jan, Lorenz, Laura und Lucia stecken in 3xl-Sweat-Shirts, sind mit Flyern bewaffnet, um eine Werbeaktion zu starten.

Jojo und Lorenz wollen meinen 505er segeln – böiger Südwester – ich kann ihren Wunsch verstehen, habe jedoch ein mulmiges Gefühl. Das Großsegel ist nicht hoch genug gesetzt, da fehlen noch 10-15 cm, wodurch der Großbaum extrem niedrig ist. Und dann – ich kenne das ja von mir, von früher – wollen sie einen Kavalierstart hinlegen. Der Spi wird gezogen – leider fehlt, wie Lorenz mir erzählte, die Toppnante, so kommt die Blase nicht zum Stehen. Der Spi verschwindet wieder in der Trompete.

Ich widme mich meiner Büroarbeit. Da erreicht mich ein Anruf von Michelle: der 505er ist hinter dem Dalben gekentert. Mit Merle, Lucia und Daniel machen wir Crescent klar. Da kommen sie uns aber schon entgegen. In der Abendsonne sieht der 505er gut aus, ich verspüre Lust, ihn mal wieder zu segeln, wenn die Schmerzen im rechten Bein endlich nachlassen.

Die Jungs schreiben ihren Bericht:
Wir hatten heute Gelegenheit, den 505er „Vervolgungswahn“ auszuführen. Die Freude über das gut laufende Boot erhielt jedoch einen frühen Dämpfer, da auf dem ersten Schlag aus der Bucht heraus das Fockfall riss. Segel und Vorschoter fielen über Bord. Nach dem Bergung reagierten wir mit einer Reduzierung der Riggspannung und der Umfunktionierung  von Spifall (als Vorstag) und Toppnant (als Fockfall). Da wegen Seegang das Vorschiff unzugänglich war, landeten wir dafür am leeseitigen Ufer hinter Strandhusen. Der Toppnant hielt jedoch nicht lange in seiner Klemme, dann kam die Fock abermals herunter.
Nun ohne Möglichkeit, sie wieder  zu setzen, begannen wir die Kreuz zurück zur Segelschule, nur unter Groß. Trotz des Verlaufs der Fahrt sind wir zufrieden, da wir Schäden am Material und Kenterungen vermeiden konnten.
.... Lorenz / Jojo

Interessant wird das Wiedereinfädeln des Tauwerkvorläufers für die Fock. Denn augenscheinlich ist das Fall mit dem Tauwerkauge in den Haken gehängt worden – das kann nicht halten. Fazit: sie waren mit der Technik überfordert, hätten ruhig an Land alles überprüfen sollen. In der Hoffnung auf ihre Lernfähigkeit bin ich froh, das Crew und Schiff nix Schlimmeres passiert ist.

Später verhole ich mich an das Lagerfeuer. Daniel, Lucias Freund, hat sich an den abgestorbenen Holunderbaum gemacht. Resultat: jede Menge Zunder.

Am Montag sind wir dann 30 Schüler, Lorenz leitet die Gruppe, Maddel, Ole, Volker und Jan Laisse helfen in der Ausbildung. Dennis und Philip haben das Projekt Smoker und die Umsetzung des ersten Rezeptes aus Grillbuch ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich führe ich ein nettes Gespräch mit Herrn Gabriel von der HVB. Um dem Ordnungsamt meine Willigkeit zu demonstrieren habe ich ein Schild installiert: In der Straße darf nur noch links geparkt werden, keine Wohnmobile und –wagen mehr.
Abends – das Essen ist die Wucht – sitzen wir mit Maddel beim Doppelkopf, bis mich die Müdigkeit in die Koje verweist….

05.08. Höhepunkt und Abschluss des Piratencamps II

Am Donnerstag läuft alles ganz gut, die Schüler trainieren fleißig, da kommt gegen 15. Uhr eine schwarze Wand auf, schnell breitet sie sich über den ganzen See aus. Die Jollen legen an. Der Regen schüttet uns zu. Schauer peitschen über das Wasser. Belohnt werden wir mit tollen Bildern, einem Regenbogen. Ich bin kurz beim Sportarzt, komme mit einem Zink-Leim-Verband zurück und beginne den Unterricht für die Segelphysik.

Im Hintergrund läuft die Piratenralley – schon Gestern lief das Tauwerkziehen mit zwei Menhiren. Die Affenfaust muss durch einen aufgehängten Rahmen geworfen werden, zwei Piraten nebeneinander, die Innenfüße werden zusammen gebunden, dann heißt es laufen, wobei sie nicht links und rechts an einem Pfeiler vorbeilaufen können; am Strand müssen sie an ausgestreckten Armen ein Optischwert so lange wie möglich halten, es gilt einen Stiefel so weit wie möglich ins Meer zu schleudern; aus einer mit Mehl gefüllten Schüssel sollen sie ein Weingummi mit dem Mund fischen, später werden sie mit der Wasserpistole gereinigt; weiter geht es in die Ostkurve der Bucht, dort warten zwei Optis und Menhire, die aufgebaut und möglichst schnell zum Steg zurück gekreuzt werden müssen; irgendwo gab es zwischendurch noch ein Salzstangenschnellessen.

Währenddessen arbeite ich am Film, zwei Langzeitaufnamen von der dunklen Wolkenfront und eine 35minütige des Stegkopfgeschehens werden auf eine Minute gerafft, davon 30 Sekunden für den Film gespeichert. Lucia hilft beim Ausstellen der Führerscheine. Der Freitag – Opti-, Junior- und Binnenprüfungen stehen an. Südwest drückt das Wasser aus der Bucht. Die zickigen Windverhältnisse machen den Schülern das Segeln schwer. Leider gibt es einen Durchfall in der Theorie, der Schüler hatte nach zwei Wochen noch nicht alle Fragen durchgearbeitet.  

Ich arbeite wieder mit Hochdruck am Film, der Schnitt fertig, mache ich mich an die Betitelung. Die greift erst als ich nach langem Suchen die Bildschirmauflösung vergrößert habe, dann kommt die Musik. Kontrollgucken und nach dem Abendessen wird den Kindern ihr Film gezeigt. Hervorragende Luftaufnahmen dank der Drohne von Morris. Nils läuft noch einmal zur Hochform auf: der chinesische Ball, Dosen mit am Gürtel hängender Kartoffel puschen, Personen auf Zeit in Klopapier einwickeln – da muss selbst ich ran - es wird ein langer lustiger Abend.

02.08. Piratencamp II

Am Sonntag reisen die neuen Piraten an. Heaven, Merle und Nele starten zur sonnengetränkten Hafenrundfahrt – die Drohne ist mit ihnen. Fast vierzig Schüler stehen am Montag parat, werden von Lorenz eingeführt, während Maddel die Altgruppe übernimmt. Merle hat zehn bis zwölf Optikinder zu betreuen, sie wird von Lucia unterstützt. Die Küchenlast liegt bei Elisabeth und einer externen Kochhilfe für den Abend. Am Montag wird sie noch von Pia und Anna unterstützt, die uns leider schon am Dienstag verlassen müssen. Diese Lücke wird von den verbleibenden Helfern nur unwillig gefüllt. Doch leichte Winde und besseres Wetter lassen die Ausbildung und das Camp ganz gut laufen. Nils hält seine Kinder mit vielen Spielen gut auf Trapp.

Am Dienstag schöne Doppelkopfrunde mit Sören, Heaven, Matthias und Christel im Freisitz. Der Mittwoch steht im Zeichen der Fehmarnfahrt. Markus übernimmt Crecent, Maddel und Lorenz das Schlauchboot.  Die Rückkehr dauert bei leichtem Südost sehr lange. So verschiebe ich meinen Binnenunterricht auf Donnerstag. Zwischendurch gilt es Passbilder zu machen, Anmeldekarten zu sortieren, Anfragen zu beantworten, Gespräche zu führen, Besorgungen in der Stadt, Planung für die nächsten Wochen, Film schneiden ...

29.07. Lebendige Wetterverhältnisse!

Donnerstag trainiere ich noch einmal mit den Prüflingen auf Crescent. Die Optis buntpunkten die Bucht. Die Gleiter machen sich nachmittags auf den Weg, als plötzlich Böen aufkommen. Es kommt zu rasanten Startmanövern: Melissa fährt plötzlich allein mit dem 470iger im Kreis, ein Laser startet – der Rudergänger liegt bäuchlings auf dem Schiff und schießt parallel zu Tina und Barbara raus. Von der Veranda aus kann ich das Treiben beobachten. Ein weiterer Laser kämpft sich von einer Kenterung in die nächste. Der Rest der Gleiter schafft es in die Dalbenbucht. Steuerschüssel, Crecent, Schlauchboot und Long-Boat sind vor Ort. Spannende Nahschifferfahrungen soll es in der Fahrrinne gegeben haben – so der Bericht von Birthe. Maddel wollte ihr wohl eine Leine zuschmeißen, die nirgends fest war. Mit Martin im Schlepp kommt sie zum Steg. Glücklicherweise kommt die Flotte ohne größere Schäden zurück, obwohl Maddel beständig basteln muss.

Abends gibt es noch einmal Motorenkunde und die Piratenralley: es klebt noch Mehl in den Antlitzen der Liekedeeler, stolz berichten sie von ihren Raubzügen, was sie für ein Appel und ein Ei errungen haben. Der Freitag zeigt sich mit Aprilwetter. Wolkengebirge ziehen über die Bucht, Gewitterdonner, starke Böen, Regenschauer. Die Prüfungen laufen: 10 Optis, neun Junioren, 2 Grundler und zwei Binnler, auf fünf verstärkt durch Ostwind. Bei strömendem Regen nimmt Axel die Motorprüfung ab, Scheinvergabe im Freisitz, weil der Raum besetzt ist.

Mit Birthe und Stanzerl laufen wir beim Chinesen ein, sitzen anschließend bei Markuswein auf der Lästerbank. Niklas serviert schön drapiert Cocktails. Sonja und Jens haben mit ihren Kindern – zurück vom Törn – kurz reingeschaut. Wolfgang aus Berlin lässt sich kurz blicken, ihm ist es zu trubelig hier. Die Segelschule ist auf den Hund gekommen, überall Fallstricke ihrer gespannten Leinen.

Der Samstag beginnt mit leichtem Regen. Niklas hat zwei Schnupperer zu betreuen. Aufräumen und Abreise der meisten Piraten. Stanzerl räumt die Hütte auf, kurze Zeit später liegen wieder Westen herum. Ein ständiges Kommen und Gehen im Büro, Restzahlungen, Bootsverleih ... endlich kommt am späten Nachmittag die Sonne durch, schön, sie wieder spüren zu können ...

26.07. 3 Tage Piratencamp

16 Optis und 40 Jollenschüler treffen auf Merle, Lucia, Birthe, Niklas, Maddel, Dieter, Nele/Laura, Ole und mich. Wir haben eine Überhanggruppe von der letzten Woche, Neuanfänger, Auffrischler, ca. 10 Gleiter und die Optis. Thomas leitet das Camp souverän, Annette schmeißt die Küche, unterstützt von Elisabeth und vielen Helfern. Ein schönes Wettergebilde umwölbt den ersten Tag. Bei mir an Bord: Tina, Tobi, Timo und Lisa, die ihre ersten Schritt gut umsetzen. Abends der erste Theorieunterricht meinen SBIlern.

Am Dienstag kommt der große Regen. Vormittags können wir noch gut Ausbildung machen, am Nachmittag legt der Wind derart zu, dass nur noch Theorie möglich ist. Einige unverzagte trauen sich dennoch aufs Wasser. Ein Reporter der Lübecker Nachrichten macht einige Fotos, will einen Bericht darüber schreiben. Abends das erste Gespräch über die Zukunft der Segelschule.

Der Mittwoch zeigt sich sonnig – der Sommer kehrt für einen Moment zurück: die Gleiter fahren in die nächste Bucht, die Optis können wieder segeln, die Menhire trainieren das BüB. Nachmittags gibt es ein zähes Kentertraining für die Möwewilligen, während ich mit drei Schüler auf Crescent sitze, um die Motorausbildung zu bewältigen, die gestern bei der Welle kaum zu bewältigen war. Abends Theorie, dann brechen einige zur Mittwochsregatta auf, die Piraten bekommen ihre Pizza, Morris spielt mit seinem Quadrocopter, Ole sticht dem Long-Boat und einigen Nichtpiraten in See, um die Regatta zu beobachten…

Das Piratencamp I beginnt!

Am Samstag verabschieden wir Christiane und Andreas, unter Segel erleben wir sie leider nur auf Entfernung. Nach der Filmgeschichte wollen Stanzerl und ich noch das Hafenfest besuchen, vielleicht noch eine Kleinigkeit essen. Wir erleben auf dem dänischen Kriegsschiff eine Trompetensignal, sehen das beleuchtete Riesenrad, werden dann vom Regen eingedeckt. So finden wir uns im Senioreneck ein. Hier tummeln sich schon die Leute – das Piratencamp formiert sich. Annette, Thomas, Pia, Anne und Claudia mit Arvid sind schon eingetroffen. Nach einem kleinen rühmlichen Klönschnack gehen wir in die Koje.

Der Morgenwalk ist grau – es scheint wieder Regen zu geben. Ich begebe mich auf den Boden, um die Piratenzelte und Friteuse zu finden, muß einiges umräumen. Mit Thorsten sortiere ich die Flaggen, wir bilden eine Reihe und verstauen diese sowie das Partyzubehör in den hinteren Kisten. Auf einem Rollbrett versuche ich, meine Fortbewegung auf dem Kriechboden zu perfektionieren. Papierkram sortieren, Überblick für die Woche verschaffen. Wir haben eine Gleitergruppe, eine SBI-Gruppe, ca. 18 Optis, Rest Schnupper, Junior und Grund. 

Abends, die Piraten sind fast vollständig, legen drei Motorboote zur Hafenrundfahrt ab. Mit Stanzerl und Birthe sitzen wir auf der Terrasse, bewundern den schönen Sonnenuntergang – das Wetter hat endlich ein Einsehen – und warten auf das Feuerwerk. Mein heutiger Morgenwalk wird mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt.

23.07. Filmteam!

Der Samstag beginnt Regen und dem Beladen eines Menhirs mit der Ausrüstung eines Film-Teams. Eine Riesenkamera – Listenpreis um die 70000 € - mehrere Stative, Taschen mit Wechselobjektiven, Filtern werden ab Bord verstaut. Ein kräftiger Regenschauer verzögert die Abfahrt. Endlich heißt es „Leinen los!“ Bei mir an Bord: Caro, ein weiterer Kameramann, der Regisseur – das Gepäck,  fast vollständig in der Kajüte verstaut – geht es in die Kreuz nach Osten. Es gilt die Warderspitze zu runden. Das Storyboard sieht vor, dass Benji – ein Newcomer in der Hamburger Musikszene – vor dem Hintergrund des Meereshorizontes – Seewasser mit der Hand schöpft, entkräftet über Bord fällt und wieder auftaucht?

Der kräftige Ostwind mäßigt sich, wir drehen bei. Kamera und Stativ werden aufgebaut, dabei hängt aber die Großschot im Rücken von Caro. Ich muss sie dichter holen, ohne dabei in die Wende zu kommen. Spitzer Winkel zum Wind, da muss ich mit der Pinne austarieren. Birthe führt fatalistisch grinsend das Long-Boat. Benji scheint mit einem schönen Lachen zu jeder Schandtat bereit. Bühnenreif zeigt er zwischendurch auf das Logo des Segelschulpullovers, den er trägt. Aufnahmen aus verschiedenen Entfernungen, dann wieder störende Schiffe am Horizont, immer wieder neue Anläufe von Birthe, die auf Kommando Leerlauf schaltet und sich unsichtbar macht. Es klappt nicht immer, da ist ihr Kopf noch zu sehen, ihr Arm ... Beiliegend vertreiben wir geschwind gen Westen, müssen zurück kreuzen, dabei nicht zuviel Krängung, die Kamera muss gestützt werden. Wieder beidrehen, den richtigen Winkel finden und halten!

Die Zeit zieht sich – ich bin innerlich darauf eingestellt, einzig die kalten Füße nerven. Die Gesichter des Teams unterliegen einer gewissen Veränderung – schleichendes Unwohlsein und Harndrang. Doch wir nähern uns dem Finale. Zweimal muss Benji von Bord gleiten, bleibt aber nicht lange genug unter Wasser, weil ihm die Luft aus den Lungen gepresst wird! Beim ersten Mal stemmt er sich mühelos ins Long-Boat, das zweite Mal sieht schon mühsamer aus. Endlich runden wir den Graswarder, in der Bucht entdecken wir vier kleine Jollen: mein Stanzerl, Mareike, Stefan und der Vater von Birthe trotzen dem grauen Himmel. Die Filmcrew wechselt auf das Long-Boat. Ich segel mit großem Metallkoffer und Stativ meinen Merkur.

Regen setzt wieder ein und den Beteiligten zu – da kommt das Signal: Rücksturz zur Erde. Auf Vorwindkurs mit durchgehendem Schmetterling passiere ich die Optiinsel, lasse das Schwert sausen und werde von Birthe in Empfang genommen. Während ich mich umziehe, die erste Bratwurst vom Grill verzehre, legt unsere tapfere Birthe von Orleans mit dem Filmteam noch einmal aufs Wasser ... Zum Abschluss gibt es Gegrilltes – müde aber hoffentlich zufriedene Gesichter umgeben mich.
Alle sind sich einig, eine sympathische Truppe haben wir bei uns gehabt. Jetzt sind wir auf das Musikvideo von Benji gespannt ǃ-)

21.07. Bilderbuchtörn und Yachten im Hafen!

Am Dienstag ruft das Wetter zu einem Fehmarntörn auf. Leichter Ostwind lässt sieben Menhire aus der Bucht kreuzen. Mit Crecente und Gummiboot besichern wir die kleine Flotte. Cornelia bei mir an Bord kann das Steuer übernehmen, so kann ich mich der Kamera, dem Buch und der Sonne widmen, allerdings macht unser Boot seinem Ruf als Schaukelkasten alle Ehre. Unter strahlend blauem Himmel erreichen wir die Orther Bucht, lassen den schweren Pflugscharanker fallen. Mit den Motorbooten shuttlen wir die Schüler an die Mole, legen uns dann an den kleinen Steg vor dem Grill, um die gewohnte Curry-Wurst zu verspeisen. Birthe manövriert die Crecent ... Für den Rückweg entscheiden wir Sturmsegel – eine gute Entscheidung. Geschwind queren die Schiffe den Sund ... ein guter Törn geht zu Ende.

Abends mache ich mich auf den Weg in den Kommunalhafen, dort sollen die Yachten vom Verein nach ihrer Mittwochsregatta einlaufen. Viel zu schnell – es ist kurz nach 20 Uhr – laufen sie ein, vorneweg der Star mit Heiner und Maddel. Später erzählt er mir, dass sie sich mit dem Spinnaker am Olifanten eingefädelt hatte und Befürchtungen um den Mast hatten.

Am Donnerstag droht Regen, doch dieser kommt erst spät am Nachmittag. So können die Schüler noch in Ruhe trainieren. Meine Andreasgruppe segelt bis zum Mittag. Eine Schülerin verzweifelt am Kreuzen. Ich gehe an Bord und kann sie etwas beruhigen. Eventuell will sie im Sommer sogar wiederkommen, was mich freuen würde. Andreas verlässt die Schule, deshalb habe ich mich mit Eva unterhalten, die die Segelgeschichte weiter tragen will. Abends gibt es noch Motorentheorie mit Cornelia und Jutta.

Der Freitag beginnt mit Sonnenschein und leichten Winden. Gegen 13 Uhr haben wir zwei Binnler, drei Ostwindler, zwei Grund-, einen Junior- und vier Optiprüfungen.

19.07. Ruhiger Wochenstart

Es sind nur zwanzig neue Schüler, die am Montag zu uns kommen. Merle bekommt sieben Optimisten. Dabei sind die Kinder von Katze und ME, von Birthe und Thorsten, der nach langer Zeit wieder in der Segelschule aufgeschlagen ist. So kann ich mich heraushalten, mit Dieter einkaufen und abends die erste Binnentheorie mit Cornelia und Jutta machen. Gegen 19 Uhr taucht noch ein See-Schüler zu einer Einzelstunde auf.

Am Dienstag übernehme ich dann die Gruppe von Andreas, der mit acht Schülern hinzukommt. Thorsten, Birthe, Niklas, Maddel und Nele helfen in der Ausbildung. Bei mir an Bord: Joy und Simon, die schon im letzten Jahr dabei waren, sowie Eva, deren Freund eine Yacht hat. So habe ich relativ leichtes Spiel. Auf Raum-  und Vorwind geht es bis zur Ansteuerungstonne, um auf dem Rückweg zu kreuzen. Nachmittags üben wir das An- und Ablegen. Ab 16 Uhr sitze ich mit Michael, Jutta und Cornelia auf der Steuerschüssel – praktische Motorenkunde. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Bei leichten Winden und blauem Himmel genießen wir das Leben.

16.07. Grüppchensegeln und Molenkrach!

Am Freitag Abend merke ich zum ersten Mal die Saison: den ganzen Tag werde ich immer wieder aufgehalten und gestoppt, es sind aber auch viele nachträgliche Geburtstagswünsche dabei, Anfrage auf Anfrage wird an mich gerichtet: eine Frau möchte anfragen, ob ein Katamaran bei uns anlanden kann, ein anderer will einen Trailer bei uns abstellen, Anmeldungen und Nachfragen ... abends bin ich erschöpft. Habe ich doch tagsüber sechs Leute aus einem Verein aus Wedel, die bei uns die Jolle kennenlernen wollen. Sie haben in Ihrem Verein nur zwei Kieljollen. Abends veranstalte ich noch ein Kentertraining mit ihnen.  

Bettina und Heiko haben sich erfolgreich Mühe mit Flammkuchen gemacht, da erst bemerke ich meinen Hunger, habe ich doch bisher an dem Tag nur ein Brot gegessen ... Ich muss mich zurückziehen, muss mal für mich allein sein. Am Samstag geht meine Gruppe auf die Möwe. Nach Landerklärung mit Auslegerbedienung gehe ich auf die Schiffe. Zwischendurch habe ich Gelegenheit, eine Mütze Schlaf zu nehmen. Denn am Abend steigt das Dinner auf der Optiinsel – Mark-Ennos Geburtstag gilt es zu feiern. Birthe und Stefan sind samt Kinder dabei. Die Kinder paddeln mit einem Opti umher, haben schon nachmittags bei Fastflaute meine Möwe verfolgt, um sich dort anzuhängen. Max hat das große Kommando.  Dennis besorgt Grappa und Linie. Die Jugend will zum Angeln. Es bleibt nur die Steuerschüssel – sie diskutieren, kommen dann mit dem Optischlauch zu uns, um zu tauschen, denn mit einem Schlauchboot kannst Du doch nicht angeln!!!

Wir verholen uns nach dem Abbau auf die Lästerbank. Kaum in der Koje bei Stanzerl, wird es draußen laut. Die Jugend spielt Flunky-Ball beschallt mit einem Ghettoblaster. Ihre Lärmentwicklung stellt die Autokraft in den Schatte und beweist: „Oropax“ hilft nicht bei dieser Belastung. Am nächsten Morgen zieht mein Donnerwetter über sie her – es dauert, bis sie sich entschuldigen .... hoffentlich muss ich das nicht so bald wiederholen. Maddel betreut seine 470iger-Damen und Niklas zwei Laserfrauen. Niklas hat Gestern zwei Anfängerinnen betreut, von denen eine am Nachmittag lieber mit Ihrem Partner auf Möwe segeln wollte, die andere aus persönlichen Gründen nach Hause musste.

Das war ein ganz schönes Wunschkonzert mit den OSGlern ... einige sind dann am Sonntag garn nicht erschienen. Hier müssen wir etwas ändern, sonst ufert es aus. Vormittags bin ich mit meiner Gruppe am Dalben, habe einen Regenschirm installiert, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Der 470iger zieht unter Spi vorbei. Mittags mach Klaus seine Binnenprüfung. Nachmittags wollen wir zur Nordtonne ... Daraus wird nix, die Gruppenleiter wollen auf 470iger, die anderen in der Bucht üben. Abends, die meisten Leute sind schon abgefahren, kommen die neue, die auch im Haus schlafen wollen. Gegen 19 Uhr gibt es die Hausbesprechung ... Zu diesem Anlass gibt es von Merle, Nele und Niki einen Apfelkuchen mit durchgestrichenem Lautsprecher :-))

14.07. Ein schöner Geburtstag!

Der erste Walk in neuen Lebensjahr. Kurz vor 5 Uhr bekomme ich einen roten Himmel zu sehen. Ich walke durch die Geisterstadt des Hafenfestes, das sein erstes Warm-up hinter sich hat. Ich treffe auch nur Sicherheitsleute. Kurz vor 24 Uhr habe ich die Koje aufgesucht, nachdem es eine nette Doppelkopfrunde gegeben hat: Stella, Jean, Matthias, Marco, der die H-Jolle von Detlev gekauft hat, Thomas sitzen mit mir im Freisitz. Jean in voller Bocklaune bringt uns zu exzessiven Ergebnissen. Beim Fünferbock auf keine 6 gereizt und verloren schießt mich in die endlosen Weiten des Negativen. Doch der Kampf geht weiter, da wird mein Endspurt jäh unterbrochen – Nele, Merle und Niklas tauchen mit einer Erdbeertorte auf, dich ich kurzerhand, unter viel Gelächter zu Brei schneide. Dabei ist es schon die zweite Torte des Tages, die erste hat Bettina mir überreicht, die ich zusammen mit ihr, Heiko, Wolfgang aus Berlin und der Tochter von Matthias – die mir drei Pralinen schenkt – vertilgt. Zwischen diesen Schlemmerstücken liegt ein leckeres Schnitzelessen aus Cornelias Händen. So geht dieser Tag mit vielen Wünschen, Telefonaten und ein wenig Segeln dahin.

Aus Urzeiten der Segelschule kommt ein Segelschüler, der 1983 mit der Uni aus Frankfurt bei mir war. Franziska und Evelyn besuche ich auf der Möwe, der Ausleger, dein Freund und Helfer. Klaus und Irmela bekommen Sondertraining von Dieter. Morgens habe ich noch die Ausbildung abgesagt, doch ab Mittag lässt der Wind nach. – es kann wieder gesegelt werden. Zwischendurch versuche ich verzweifelt, meine HDV-Cassetten zu überspielen. Nach unzähligen Versuchen, bekomme ich es einigermaßen hin.
Ein runder, schöner Tag….:-))

13.07. Wolken, Wind und Wellen!

Der Sonntag klingt mit lauen Winden aus. Herr Dennis kommt ins Schleudern, Wasserbomben fliegen durch die Luft. Wir unternehmen einen Ausflug zur Seebrücke und zum Futterkutter am Kommunalhafen.

Am Montag kommen neue Schüler, Merle geht mit drei Optischülern an den Start. In meiner Gruppe sind noch Stefan und Kimmo von letzter Woche sowie Irmela und Klaus vom Samstag. Neu kommen Evelyn und Franziska hinzu, die ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Bei Maddel, Cornelia und Niklas versammelt sich eine Gruppe von Schnupperleuten, Juniorseglern und Grundscheinlern. Zunächst haben wir südliche Winde, dann Regen und ein Gewitter überrascht die Boote. Gestern durchgehender Pladderregen. Auf meinen Walkrunden tolle Sonnenaufgänge, seltsame Lasterversammlungen und Wellen…..

09.07. Zwei schöne Segeltage!

Am Freitag kann ich mich um Stefan und Kimmo kümmern. Wir beginnen mit Knotenkunde, gehen zur praktischen Motorenkunde über und deckeln alles mit einem spaßigen Kentertraining. Stanzerl macht ihr Homeoffice. Immer wieder hören wir die Nachrichten über die Demos in Hamburg. Cata-Christian, Steffi, Henning, Matti und Tine, Bernd aus Lübeck, Josephine sie alle finden sich beim gemeinsamen Grillen wieder, das die Überreste der Schulklasse vertilgt. Mit Dennis habe ich das Mastenlager durchforstet – wir sind fündig geworden: der Mast von Roland IV ist wieder da, ein neuer Mast für die Optiinsel gefunden, von Dennis begradigt und gemeinsam aufgestellt.

Am Samstag sitze ich mit Regine, Irmela, Klaus und Hakan vor der Tafel, um sie später Dieter in die Hände zu geben.  Aus zwei OSGlerinnen werden vier, ein 470iger und eine Möwe werden in Marsch gesetzt. Josefine geht mit Walter  auch auf die Möwe. Immer mehr Segler aus dem Umfeld machen sich aufs Wasser. Cata und Christian starten mit ihrem Katamaran, Stanzerl segelt zunächst Springbok, später ihren Laser. Steffi nimmt den gleichen Weg. Dennis segelt mit Mattis einen Menhir. Mareike und Stefan segeln Laser, später ihren Hobby. Tine hat ihr Debüt auf dem Laser. Maddel gesellt sich dazu. Fantakai gibt ein Zwischenspiel, bevor er zur Weltmeisterschaft nach Sonderborg weiterreisen will. Ein schönes Bild mit den vielen Gleitjollen zeichnet sich am Strand ab. Die Mittelmeerjolle unter der Leitung von Cornelia und Niklas erleidet einen kleinen Ruderschaden. Dennis entwirft ein Werbeplakat für die Bretterbude. Auf der Suche nach einem geeigneten Bild, kommen wir auf die Idee, ein neues aufzunehmen.

Mit Crecent legen wir ab, um Tine und Mattis auf der Möwe vor die Linse zu bekommen. Stolz überreicht mir Herr D. später sein Werk, allein der Werbespruch ist mir ein wenig peinlich. Da erreicht uns ein Anruf: Der 470iger mit Leonie und Yvonne ist durchgekentert in der Dalbenbucht. Mit Niklas und dem roten Schlauchboot starten wir zur Rettung. Die Lage hat sich entspannt, das Boot liegt auf dem Wasser, die Ruderanlage hat sich ausgehängt. Die beiden Seglerinnen sind etwas erschöpft. Ein kleines Motorboot beim Familienangeln hat sich ihrer angenommen, sie zu Fisch und Nutella eingeladen. Niklas zieht sich um, er will den 470iger mit Yvonne nach Hause segeln. Mit Leonie auf dem Schlauchboot bleibe ich in der Nähe, bis der 470iger die Werft passiert hat. Abends produziert Cata mit einigen Helfern Spaghetti für die Truppe. Ingwer und Knoblauch gebe ich als Extra bei mir hinzu. Dann endet der Abend mit einem Doppelkopfspiel, das Christian mit zwei Traumsoli dominiert.
Damit endet ein wunderschöner Segeltag.

07.07. Toller Törn nach Fehmarn!

Am Dienstag betreue ich mit Niklas die zweite Kentergruppe. Der Versuch mit dem Long-Boat vor Anker zu gehen scheitert wieder gnadenlos. Mit der Steuerschüssel umkreise ich das Geschehen, beide Motorboote bekommen kurzfristig die Ankerleine in die Schraube. Starke Böen machen das Verholen nicht leichter. Schließlich entscheide ich, die Möwe direkt an die graue Boje anzubinden. Aber auch das nimmt Zeit in Anspruch. Das Setzen der Segel – ein kleines verdrehtes Drama, die Fockschot löst sich ... Endlich können wir mit den Übungen beginnen. Die fertigen Crews verbringe ich gleich zum Steg. Die übrigen Menhire kreisen auf ihrem Trainingskurs -  betreut von Maddel und Cornelia. Gegen 16 Uhr gebe ich die spezielle Grundscheintheorie zum Besten.

Am nächsten Tag steht Fehmarn auf dem Plan – Westwind um 3 Bft. Vier Schüler, meine beiden Binnenleute und ein Verleihmenhir bleiben vor Ort. Cornelia hat ein Auge auf sie. Maddel fährt mit dem Schlauchboot – neuer Motor – voraus. Ich folge später mit Crecent – hinter dem Warderhaken steht etwas Welle, die Flotte kann die Kirche anliegen, sogar etwas nach Westen vorhalten. Es sind Bilderbuchbedingungen, die uns gegen 12 Uhr vor Anker gehen lassen. Mit Waldemar, Maddel und Niklas sitze ich am Imbiss – es gibt die obligatorische Currywurst. Für Maddel bringe ich ein Bier, das er aber nicht möchte und so von Niklas verarbeitet wird :). Eine Lehrerin steigt in Orth aus, möchte lieber auf dem Landweg zurück. Zwei Menhire steuern auf dem Rückweg den Klaustorfer Turm direkt an, während vier andere Boote extrem nach Luv ausscheren, um dann in einem großen Bogen an den Warderhaken zurückkehren. Ab hier entwickelt sich eine kleine Kreuz bis zum Steg. Ein gelungener Ausflug beseelt die Stimmung. Abends grillen wir mit der Truppe, Stanzerl gesellt sich zu uns.

Am nächsten Morgen sollen sich meine sieben Prüflinge einsegeln. Parallel erkläre ich Stefan und Kimmo das BüB. Um 10 Uhr stehe ich mit Helga am Stegkopf – leichte drehende nördliche Winde – eine ganz neue Situation für die Schüler, die nach drei Tagen Übung durchbrochen vom Kentertraining, ihre Fähigkeiten zeigen sollen. Es gibt deutliche Unterschiede in den Leistungen. Mein kleiner Star ist Pauline, sie zeigt die beste Performance beim Segeln. Die Unterschiede schreiben sich in der Theorieprüfung fort – eine zerklüftete Gebirgskette der Leistungen. Helga muss einige Nachprüfungen durchstehen. Sie wird die Scheine nach Einzelgesprächen vergeben ... Die Abreise der Gruppe naht – sie hinterlassen ein geordnetes Schlachtfeld – es war ein gute Gruppe.

Niklas hat Geburtstag, wir gratulieren. Nachmittags bin ich in der Menhirausbildung. Maddel bereitet das Schlauchboot für die Optis vor ... Später Eisessen mit Stanzerl, Seebrücke und Abendsonne auf dem Menhir. Danach schauen wir den Live-Stream über die G20-Demonstranten, die der Reporter in netter Form zu Protestanten konvertieren lässt. Kurz vor Koje läuft dann noch Herr Dennis ein.

04.07. Helgas Schulklaase!

Am Samstag reisen sie an, Helga und zwei Begleiterinnen sind schon als Vorauskommando zugegen. Mit Steffi, Mareike, Stefan und einigen Segellehrern gehen wir zum Chinesen. Die Hälfte der Truppe war schon im letzten Jahr bei uns. Dank der vielen Helfer haben wir am Sonntag einen guten Einstieg: Julian, Claus, Olaf, Maddel, Christian – der Sohn von Helga – , Volker, das sind die Schiffsführer. Bei mir an Bord drei Wiederkommer und einen Neuling, der schnell umsetzt. Bei kräftigen Westböen kann ich sie nachmittags schon mal allein segeln lassen.

Am Montag ziehe ich neun Schüler ins Kentertraining. Dieter übernimmt zwei externe Schüler, die neu anfangen. Manfred will uns helfen, braucht aber nur Stegdienst zu machen. Niklas ist zur Unterstützung angereist. Meine Gruppe geht am Nachmittag auf die Möwen: Südwestwind, böig – sie halten sich gut. Kentern mal bewusst, mal mit Absicht. Eine Möwe, die in der Böe immer abfällt, muss ich allerdings auf Kurs bringen. Das Schlauchboot bekommt einen neuen Motor und soll Heute einsatzfähig sein.

01.07. Eine Woche mit sechs Schülern!

Am Dienstag kommt der erwartete Schwachwind. Er bringt uns nach langer Kreuz bis zur Osttonne. Am Mittwoch kommt der Starkwind wieder, wir trainieren das BüB. Meine Jungs, zu früh auf Freifahrt geschickt, landen an der Mole. Nachmittags kentern Justus und Jasper mit der Möwe, während Hendrik mit seinem Sohn und Mirjam mit Thomas zusammen segeln.

Am Donnerstag teilen wir die Crews neu ein, bei den Jungs ist jetzt jeweils ein Erwachsener an Bord, so können wir den Vormittag noch segeln. Nachmittags brist es derart auf, dass wir das Segeln einstellen. Am Freitag treffen wir uns bei Dauerregen: Theorie taktisches Segeln und der Film mit den Flugaufnahmen. Dann beschließen alle einmütig – Segeln im Dauerregen bringt keinen Spaß. Ich bekomme unverhofft Freiraum, kann mit Dieter gemütlich einkaufen.  Abends treffen Olaf und Steffi ein.

Am Samstag betreue ich Steffi und Daniel, die am Sonntag Prüfung machen wollen sowie Siegbert und Christian, die nach längerer Zeit wieder in das Segeln einsteigen wollen.
Wir warten auf das Eintreffen der Schulklasse…..

27.06. Meine Welt von oben!

Am Montag stehen sechs neue Schüler vor der Tür. Nach kurzer Einweisung sticht Volker mit Hendrik, Mirjam und Thomas in See, während ich mich mit der Jugend umgebe, die Söhne der vorher genannten – Jasper, Justus und Jannis. Während der Ausbildung kommt Dennis mit dem Motorboot, überreicht mir ein Brötchen mit Krustenbraten. Nun heißt es Koordination: böenbedingt führe ich die Großschot, muss beim Wendeüben auch die Seite wechseln, gleichzeitig den herrlichen Geschmack genießen und Anweisungen geben. Letztendlich wird nur ein kleines Stück der See übergeben. Nachmittags fiebre ich dem Ende entgegen, denn inzwischen habe ich Termin gemacht.

In Grube wartet der Gyrokopter auf mich – Stanzerls Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr. Dennis bringt mich hin. Nach kurzer Bemerkung über meine kurzen Hosen, steige ich vorsichtig in den Leichtbau, bekomme einen Helm auf den Kopf, Mikrofon für die Sprechfunkverbindung vor den Mund. Dann geht es schon los. Der Motor muss sich warm laufen – der Pilot erkläre mit die Geräte, wir besprechen die Route. Die Kamera ist bereit. Da wir gegen den Wind starten, brauchen wir nur eine kurze Startbahn. Wir haben horizontale Flügel für den Auftrieb und einen vertikalen Propeller für den Vortrieb. Beides wird zunächst durch den Motor angetrieben, dann aber werden die horizontalen Flügel ausgekuppelt und nur noch durch den Wind angetrieben.
Schnell verwandeln sich die Landschaft, die Gehöfte und kleinen Städte in eine Spielzeugwelt, wie ich sie noch aus den Eisenbahnplatten meines Vaters kenne. Welch ein Glücksfall, haben wir doch eine Fernsicht bis ca. 100 km – blauer Himmel und gesprenkelt mit kleinen Wolkenformationen. Fehmarn in Sicht, die Brücke und das Meer. Faszination – das Wasser erscheint statisch, allein die Surfer und Kiter wirken bewegt. Vielleicht liegt es daran, dass die Wellen kreisförmige Rotationen vollziehen, ihren Impuls nur an die nächste Wasserteilchen weitergeben. Verzweifelt schwenke ich die Kamera von einer Seite auf die andere, möchte ich doch diese tollen Bilder festhalten für die Ewigkeit. Das Spiel der Reflektionen wirken zuweilen surreal.

Heiligenhafen: die Seebrücke, das neue Dorf mit den beiden Hotels, der Yacht- und der Fischereihafen und endlich – die Segelschule. Ernüchterung bei der späteren Sichtung der Fotos: alle Zoomaufnahmen sind unscharf, zu stark ist wohl die relative Bewegung bei einer Entfernung von ca 300m über dem Grund. Flachwasser sieht von oben allerdings sehr scheckig aus, der Grund wird sichtbar, während über den tieferen Teilen die Reflexionen Gemälde schaffen. Die Steilküste können wir leider nicht anfliegen, weil die Sicherheitsvorschriften bezüglich der dortigen militärischen Übungsgebiete dies verbieten. So bleibt – ich habe einen Gutschein über 90 Minuten – noch Zeit für Fehmarn: die Brücke, Orth, Lemkenhafen, Burgtiefe, Puttgarden und die vielen Felder, deren gerade Einteilung auch vom Piloten kommentiert wird, die Technik hat auch hier ihren Einzug gehalten.

Zum Schluss geht es noch einmal nach Heiligenhafen und zur Segelschule. Das nächste Mal werde ich das Wasser um den Steg azurblau streichen – doch so ist es wirklich – von oben! Dann habe ich fast alles gebannt: den Markt, die Hafenkante, den Kreisel vor der Einfahrt – vergessen habe ich nur eine Aufnahme von der Dalbenbucht – schon ein Vorwand, diesen Flug zu wiederholen oder an liebe Menschen, die diese Gegend kennen, zu verschenken.

Danke Stanzerl – ein tolles Geschenk, dank Beratung durch den Piloten auch mit Wetterglück zum Glanze poliert räkle ich mich wohlig in der Erinnerung. Ein technischer Mitarbeiter des Flughafens, der aber auch viel mit Zuggeräten und Wohnwagen zu schaffen hat, in seinem Leben auch den Segelbooten verhaftet ist, fährt mich nach Hause. Fast alle Bootstypen, die er erwähnt, kenne ich, so ergibt sich ein ertragreiches Feld von Klönschnack aus Austausch, das wir mit einem Kaffee bei mir ausklingen lassen. Was für ein gelungenes Unternehmen – danke Stanzerl !!!

26.06. Abreise und Sonntagsspiele!

Die Waldörfer bereiten ihre Abreise vor, es nieselt. Reinhard und Rebecca  leiten die Gruppe mit Bravour. Der Bus kommt, ein Abschiedsphoto, dann gibt mir jeder Schüler die Hand, adieu ....

Ich wende mich Steffi und Daniel zu, die das BüB trainieren sollen. Volker segelt mit Aleksej und Andreas. Julian will etwas bei Flutschfinger laminieren – das Harz wird aber nicht hart. Ich bringe das Long-Boat ins Spiel. Christian wird sich um den Mastrohling kümmern. Mit Dennis checke ich die Ruderanlage von Vera, er wird auch die schöne Pinne anbringen. Peter und Stefan segeln auf der Möwe – böiger Westwind mit starken Böen. Jan bringt seine Mutter aufs Gelände – sie wird vier Wochen bleiben. Cata backt einen Nutella-Kuchen. Matthias bringt ein Standup-Board, Grund für Stanzerl und Dennis, den Neo anzuziehen – viel Spaß und natürlich der Kopfstand. Abends gibt es lecker Cata-Pizza, bevor wir mit den Verbliebenen eine schöne Runde Doko spielen.

Zwischendurch wurde die Webcam wieder angeschraubt und dank neuem Netzteil wieder online gestellt. Jetzt ist das Bild wieder aktuell!

25.06. Waldorf, die zweite Hälfte!

Nach der Grundscheintheorie rufen wir zum Kenterspaß ... die Bilder zeige ich später auf dem Monitor, doch Dringenderes lenkt ab. In den Schulungsraum läuft Wasser aus dem Duschbereich. Die Dauerbenutzung für Mensch und Neo führt zur Überlastung. Mit Björns Hilfe checken wir alle Abflüsse ...

Der Donnerstag kommt grau und windig. Sieben von zweiunddreißig wollen sich der Prüfung stellen. Mit Sturmgroß geht es in die Kreuz ... .sie schaffen es. Parallel trainiert Steven mit Björn, beide wollen am Freitag die Prüfung für den Sportbootführerschein Binnen ablegen, doch Björn hat vergessen, seine Unterlagen einzureichen. Am Abend sitze ich mit Dennis bei Holzfeuer auf der Terrasse. Er nimmt auch am Freitag die Prüfung für den Grundschein ab, später kommt Axel hinzu, um bei Steven die amtliche Prüfung durchzuführen. Rebecca unternimmt mit den Schülern eine Wanderung zur Steilküste. Unser Maddel repariert die Pumpe, beseitigt Ablagerungen an den Schwimmern. Abends treffen Stanzerl, Cata und Christian ein – Herr D. lädt zum Burgeressen für die gesamte Meute – ca. 40 Personen.

Am Samstag fährt die Schulklasse nach Fehmarn. Volker übernimmt zwei Schnupperschüler, die sich bereits eine „Fam“ gekauft haben, und nun lernen wollen, wie damit umzugehen ist. Ich übernehme vier Well-Sailing-Schüler, die ihr zweites WE bestreiten wollen. So sitze ich mit Daniel, Ronald, Martina und Anne bei Sturmsegeln auf dem Menhir, um die Halse zu üben. Cata und Christian bauen ihren Katamaran auf. Peter kommt aus Lüneburg, im Schlepptau Stefan, ein Freund, der wohl früher viel gesegelt ist. Abends wird gebeefert.

Am Sonntag Morgen walke ich gegen 4 Uhr bei verhangenem Himmel um den See, treffe auf der Seebrücke Rebecca und einige Schüler – leider kein Sonnenaufgang, nur ein ganz kleiner roter Punkt im Himmelsgrau zeigt den Tag an.... Die Gruppe reist jetzt ab...

22. 06. Die Waldörfer

32 Schüler aus Tübingen mit den Lehrern Rebecca und Reinhard sowie zwei Oberstufenschülerinnen, die schon vor einigen Jahren bei uns waren haben ihre Zelte aufgeschlagen. Am Montag können wir mit acht Schiffsführern aufwarten: Dieter, Claus, Matthias, Manfred, Björn, Maddel, Volker und ich. Nur leichter Wind bewegt die Boote, so ist es gut, dass am Dienstag der Wind auf 3 bis 4 Bft zunimmt. Nachmittags unternehmen wir einen Ausflug zu Osttonne, wo die Welle die Kinder beeindruckt, hoffentlich auch etwas Respekt schafft. Für die Duschen ist inzwischen ein Thermostat eingesetzt worden.

Am Abend spielen wir mit Andrea, Jean, Stella und Matthias Doppelkopf, es wird allerdings etwas frisch im Freisitz. Dummerweise vergesse ich den Müll. Jetzt müssen wir improvisieren, denn in 14 Tagen ist die nächste Schulklasse bei uns. Am Mittwoch halte ich eine Ansprache: unsere Ansprüche bei einer Grundscheinprüfung: sie führt dazu, dass die Gruppe sehr überschaubar wird. Einige steigen auch während der Theorie aus, weil sie keinen Bock auf den Stress haben.

Nachmittags trainieren wir den Prüfungskurs, wobei die Nichtprüflinge nun zunehmend lustloser reagieren. Zwei Chaoscrews rammen die Optiinsel derart vorsätzlich, das ich sie zusammenstauchen muss. Eigentlich wollen wir am Donnerstag nach Fehmarn, doch die Gewittervorhersage verhindert es, der Regen kommt dann auch gerade, als wir die Boote klarmachen wollen. Bei Fastflaute treiben die Boote eine Runde in der Bucht, bevor der Dauerregen einsetzt. Doch am Nachmittag zeigt sich wieder die Sonne, die nächste Front soll erst am Abend kommen.

19.06. Die einen gehen, die anderen kommen…

Dazwischen liegt eine schöne, kleine Ruhephase. Am Freitag segelt Bad Pyrmont noch bis 11 Uhr, dann setzt sich der Bade- und Spieltrieb durch. Mit Henning gibt es Konfirmationsgrillwürste und Salat, Björn fügt einen Kartoffelsalat hinzu.

Der Samstag beginnt windig, gegen 5 Uhr sehe ich die ersten Surfer in der Welle. Die Badeplattform der Seebrücke wird von den Wellen malträtiert, ein kleines Teil löst sich. Henning und Björn gehen segeln ... Laura, Stefan, Max und Jan besuchen uns. Stanzerl hat ein Date mit Max auf der Möwe. Später weiß er nicht genau, wie er es finden soll – zu groß zu schnell. Mit Henning brechen wir zu einem kleinen Spaziergang zur Seebrücke auf, dort gibt es nach Stanzerls Meinung das beste Eis. Wir bewundern auch den barrierefreien Zugang zum Beach Hotel. Am Hafen nehmen wir die Pinguin in Augenschein – sie wartet auf eine Hardy-Scheibe – dort lesen wir auch die liebevolle Beschreibung eines Admirals Cuppers for sale.

Wir bereiten uns auf die Ankunft der Schulklasse vor. Volker verstärkt uns in der Ausbildung. Letzte Wäsche wird gewaschen, Hand- und Geschirrtücher zusammen gelegt. Steffi putzt das Bad. Die Werkstatt muss aufgeräumt werden, nach getaner Arbeit platziere ich einen Kaktus auf der Werkbank. Einkäufe für die Schulklassen, letztlich vergesse ich das Brot. Maddel und Stanzerl gehen dann doch noch ein wenig segeln. Sabine und Lothar, Julian mit Freund, Volker und Björn sowie Henning mit einer Kollegin legen ebenfalls ab. Arrival: die Schulklasse landet mit ihrem Bus. 32 Schüler bauen ihre Zelte auf, nachdem wir zuvor noch einige Boote verrückt haben. Die Tür im Bad wird verschlossen – Trennung von Männlein und Weiblein. Der Notdienst kommt, damit die Temperatur des Duschwassers reguliert, Verbrühungen vermieden werden. Sie gehen baden, das heißt vornehmlich die Damen geben sich dem kühlen Nass hin, während die Jungs den Stegkopf bevölkern. Björn erlebt eine etwas unruhige Nacht, eine Schülerin hat Geburtstag, ein gewisser Lärmpegel ist die Folge. Ich schlafe bis in die frühen Morgenstunden, unten wird zum Frühstück gedeckt. Die Firma Richter liefert 20 Rammbretter – der Tag kann beginnen. 

16.06. Ausbildung und Prüfung!

Am Morgen verhole ich mich mit sechs Menhiren an den Dalben – wir wollen Circle-Training probieren. Es sind nur wenige Schiffe, die mein Stationsboot umkreisen. Eine Crew sticht besonders hervor: sie kann keinen Am-Wind-Kurs halten, übersteuert, die Fock kommt back, sie werden in die Wende gedrückt. Dieses Schauspiel wiederholt sich fast permanent – sie sind eindeutig überfordert, obwohl Maddel und ich schon an Bord waren. So sitzen die Rudergängerinnen oft auf der falschen Seite, vermeintliche Wenden werden zu Halsen. Andere segeln mit Bravour in meine Ankerleine. Bei einigen klappt es aber mit der Halse. Froh alles ohne größere Blessuren überstanden zu haben, segelt die Flotte zurück, muss aber auf der anderen Stegseite anlegen. Glücklicherweise sind auch noch die Gruppenleiter mit ihrem kleinen Motorboot zugegen.

Währenddessen trainieren meine Prüflinge unermüdlich. Denn um 19 Uhr soll Axel kommen, wir haben die Prüfung vorgezogen, weil am Freitag böser Wind kommen soll. Maddel betreut eine Lasergruppe in der Bucht. Nachmittags segeln alle in der Bucht: sechs Laser, zwei Möwen, sieben Menhire malen bunte Bilder auf das Wasser. Die kleineren Boote finden Kentern lustiger als segeln. Wir haben nun Ostwind – es gibt glücklicherweise keine Molenlieger, dafür aber teils heftige Anleger, die an meinen Nerven zerren. Anweisungen und Erklärungen haben bei dieser Gruppe eine sehr kurze Verfallszeit. Das zeigt sich auch an Bord meiner Damencrew, die ich noch einmal auf Kurs zu bringen versuche. Geschafft lege ich mich danach auf Balkonien ab, schaue nach meinen wartenden Prüflingen, Stimmung stabil?

Axel kommt: Christof übernimmt die erste Runde, es folgen Jutta und Astrid. Alle müssen das BüB wiederholen – zu schnell und zum Teil eigenwillige Kursgestaltung. Schließlich sitze ich mit Axel bei Zaubergetränk und rücken die Welt wieder gerade. Gegen 21 Uhr verhole ich das Motorboot – ein langer Tag geht zu Ende.

14.06. Hochzeitsausklang und Segel-AG!

Am Montag geht das große Aufräumen weiter. Die Pinguin erleidet einen kleinen Seenotfall. Die Fockschot gerät in den Propeller. Das Schiff wird zurückgeschleppt. Der Sohn von Alf geht auf Tauchstation ... Die Gruppe aus Bad Pyrmont läuft ein: 25 Schüler turnen bei böigem Westwind auf den Menhiren. Mit  Jutta, Christof, Björn, Astrid und Susanne sind wir nun dreißig Schüler. Maddel und ich segeln bei den Crews mit, viele zarte, kleine Menschen, die mit dem kräftigen Wind kämpfen müssen. Doch es geht ganz gut, wenn auch ein Vorsegel mit dem Unterliek nach oben gesetzt wird, die Scheuerleisten ihren Dienst tun, und die Halsen ohne Blessuren geschehen. Nachmittags kommen zwei Möwen hinzu, die sich ohne Kenterungen bravurös schlagen.

Heute soll es nach Fehmarn gehen. Mit sieben Menhiren und drei Motorbooten stechen wir in See. Neu ist die Welle für die Kinder, zuweilen verschwinden die Schiffsrümpfe in den Wellentälern.  Fast genauso lange wie die Überfahrt dauert das Anlegen. Dann schutteln wir die Schüler in den Hafen. Nach kurzem Imbiss geht es bei nachlassendem Wind und kleiner Welle gen Klaustorfer Turm. Dann heißt es wieder: kreuzen. Vom Dalben aus geht es gegen den Wind – es dauert wieder seine Zeit, bis alle Schiffe sicher am Steg vertäut sind. Insgesamt eine gelungene Überfahrt.

12.06. Die Hochzeit:

Das nächste Gewitter kündigt sich an, welch ein Glück haben wir doch mit dem Wetter gehabt. Außer einigen wenigen Regentropfen herrschte eitel Sonnenschein mit wolkigen Abschnitten. Die erste kirchliche Trauung am Stegkopf. Auf der Optiinsel spielt die Band die Wunschweisen des Paares, allein der Kontrabass stehe auf dem Steg. Ringe tauschen, Gebete und die Fürbitten einiger Freunde geben der Sache den feierlichen Rahmen. Dann wartet schon das Long-Boat – Jule und Dennis haben ein „just-married-Segel“ samt Mast und Drehvorrichtung gebaut. Mit Anita am Nebelhorn schallt die Verlautbarung ihrer Eheschließung über das Wasser – die meisten grüßen freudig zurück.

Schon vorher gab es einen tollen Sektempfang mit zwei taffen Damen. Für die Kinder hülle ich mich in das Eisbärenkostüm, um Eis zu verteilen. Vor dem Zelt wird die tolle Bettina-Torte angeschnitten. Es gibt lecker italienische Pasta. In der Hütte spielen die Musiker auf – gute Musik findet auch Dennis – gute Sängerinnen, sowohl am Steg als auch hier. Ein kleines Lagerfeuer wird entfacht, die Kinder grillen ein Würstchen ... In der Dunkelheit zeigt sich Stanzerls Wirken: auf dem Gelände leuchten unzählige Ballons mit LED-Lichtern. Der Steg wird zur Landebahn, hat sie doch noch mehr Windlichter gebastelt, die den ganzen Steg illuminieren – mögen hier Anita und Alf einfliegen. Hier hat Stanzerl ein kleines Kunstwerk geschaffen.  Ein Feuerwerk unterstreicht die Glückswünsche. An der Getränkebar geht es – unterstützt vom Schlangenschnaps – weiter bis in den frühen Morgen. Ich bade in den Lobgesängen der Gäste, welch ein besonderer Platz dies doch sei – sie gehen in der Atmosphäre auf. 51 Meldungen zum Lichterlotto, das erst möglich wurde, weil die Erkenntnis sich durchsetzte, dass es einen Anschalter gibt. Dennis vermarktet die Aktion, allerdings gibt es ein Licht zuviel, was Stanzerl huldvoll zugetragen wurde.

0230 im Bett geht es um 7 Uhr auf den Walk. Kleines Frühstück – ich beginne die Schiffe zurück zu bauen, Flaggen runter, drehen, wobei mir Felix, der Sohn von Anita viel hilft. Viele Gäste möchten dann doch segeln – Alf, sein Sohn, Dieter und Matthias helfen, zwischendurch ein Verleih und die Schüler der Vorwoche. Südliche, böige Winde, Anlegen mit Paddel. Immer mehr wollen segeln, so müssen auch Dennis/Jule und Stanzerl dran glauben – sieben Menhire sind zeitweilig mit der netten Gesellschaft unterwegs. Ich versuche die Vorhochzeitordnung der Schiffe wieder herzustellen. Die Rückkehrer werden eingewiesen, sich bündig am Steg zu vertäuen. Bernd aus Lübeck kommt mit Freunden, können einen Menhir gleich übernehmen. Zwischenzeitlich baue ich die Möwen zurück: Kenterbälle neu justieren, Flaggen bergen, pützen und alles Tauwerk hochbinden ... Stanzerl kommt leicht gestresst zurück – Ausbildung ist nicht ihr Ding – da fehlt halt die Routine...

In der ganzen Zeit arbeiten Alf, sein Sohn und Anita unermüdlich, unterstützt von vielen Gästen, die hier eine große Kompetenz an den Tag legen. Fast alle betonen, dass sie durch die Atmosphäre meiner Schule sehr beeindruckt sind. Es wird viel geschwommen, gebadet und mit herzlicher Geste Abschied genommen. Abends kommen Lothar und Peter auf Kurzbesuch, die H-Jolle nimmt Kurs auf den Dalben. Ich nehme im Strandkorb eine Mütze voll Schlaf, sichte die Videoaufnahmen, kann sie nach einigen Schwierigkeiten auf den Rechner überspielen ....

Mit Jule, Stanzerl, Dennis und Lothar nehmen wir bei großer Schwüle Kurs auf die Seebrück – ein Eis lockt. Wir alle hängen nach dem großen Fest etwas durch – doch das war es wert. Die Gruppe, die ab Montag bei uns segelt, meldet sich – das Wetter soll eine unwirtliche Richtung nehmen – ich plane schon den nächsten Tag. Ich glaube, wir haben dem Brautpaar ein schönes Event ermöglicht. Sie haben alles technisch gut vorbereitet – doch Flaggenparade, Illumination und zum Teil Schiffsführer können wir gerne für uns verbuchen.
Es war ein schönes Erlebnis !!!!!!!!!!!!

10.05. Hochzeitsvorbereitungen und Gewitter

Alf wird schon nervös, das Zelt ist noch nicht da. Als es endlich kommt, wird gearbeitet. Heiko, Dennis und Jule dekorieren mit Spinnaker und Kristalllüster. Ich beginne mit dem Setzen der Flaggen – Mareike, Stefan und Jonas – vom Törn zurück und begeistert – helfen. Wilfried, Thomas und Freund tauchen auf, sie wollen einen Törn Richtung Rügen starten, wollen von mir Informationen. Nach einigen sprachlichen Pirouetten, die mein Nichtwissen widerspiegeln sollen, kann Dennis einige Infos einträufeln. Die drei Herren in bester Ferienlaune nehmen diese in sich auf ... oder?

Bühne, Zelt, Getränke, die Hochzeitstorte unter den kundigen Händen von Bettina – alles nimmt seinen Lauf. Dann kommt das Gewitter, der Wind dreht von Ost auf West. Einige Flaggen verheddern sich an den Unterwanten. Das Hauptgebiet ist durchgezogen, ich verbringe mich in die Watthose, um die Möwen nach der neuen Windrichtung auszurichten. Es reicht für die gesamte rechte Stegseite – Dennis und Heiko helfen.

Die ersten Gäste – Anita ist schon eingetroffen – laufen ein. Ich lerne Mutter und andere Verwandte kennen. Ein Ehepaar aus London mit Themenfelder Segelsport und Piraterie. Die ersten Getränke werden gereicht. Dennis zaubert mit helfenden Händen lecker Kartoffelsalat und schmackhaftes Grillfleisch – ein guter Rum danach, dann ruft die Koje. Beim Walk heute Morgen ist der Himmel noch bedeckt – erste Sonnenlöcher am Horizont lassen hoffen.

08.06. Südliche Wind mit etwas Regen und Böen!

Am Dienstag segelt die Gruppe von Meike unter Maddels Regie, Heiko und Stefan springen als Schiffsführer ein, während ich mit Meike, Christoph und Jutta die Halse trainiere. Beim Anlegen, das sie schon selbstständig durchführen entfährt mir ein fürchterlicher Schrei. Christoph düst mit dem Menhir am Steg vorbei, will dann eine Halse wenige Meter vor der Mole hinlegen. Ich höre schon den Kunststoff bersten, da erreicht ihn mein Befehl: „Ruder nach rechts“ ... Puh, das war knapp.

Abends erhole ich mich mit Jean, Matthias und Stefan beim Doko. Ein tolles Blatt auf der Hand, nur Kreuz und Pik 10 als Balast. Da spielt Jean das Herz-As vor, ich werfe eine Zehn ab und verkünde ein Re. Ich spekuliere mit Jean zu spielen, reize weiter und spreche das seltene „Schwarz“ aus! Es klappt und ergibt im Mehrfachbock gute 152 Punkte ...

Am Mittwoch segeln wir nur vormittags, weil der Wind immer garstiger wird. Am Donnerstag kommt Astrid hinzu, die ebenfalls die Binnen-Prüfung für Segeln ablegen möchte. Der Südwester hat die Bucht fast trocken gelegt, selbst Lothar’s Schiff liegt auf Grund. Wir fahren uns auch gleich fest, können uns aber mit dem Bootshaken befreien. Über die Fahrrinne segeln wir zum Dalben. Maddel kommt später mit drei Menhiren im Schlepp nach. Alf ist inzwischen sehr fleißig, die Hütte ist leer geräumt, der Platz für das große Zelt vorbereitet.

Gestern schon ist Bettina – unsere begeisterte Balletttänzerin –eingetroffen. Ob denn genügend Platz für die Hochzeitstorte im Kühlschrank sei ... Der Wettergott scheint ein Einsehen zu haben – schönes Wetter für Samstag ist zu erwarten. Am Nachmittag erkläre ich meiner Crew das BüB, während Maddel mit seiner Truppe das Kentern übt. Mareike und Stefan segeln bei böigen Südwinden ihre Laser….

06.06. Ein ruhiger Montag!

Vormittags führe ich Jutta und Christof in das Segeln ein. Vor sechs Jahren haben sie hier ihren Grundschein gemacht. Bei drehendem, böigem Südoster nähern wir uns den Grundlagen an. Nachmittags kommt Meike aus Berlin dazu. Parallel segeln einige Verleihleute. Nach langer Zeit taucht Burkhard aus Lübeck mit einer kleinen Crew auf. Herr Rohde ruft mich später an, dass er sie in der Orther Bucht auf den Haken genommen haben ... Eine Damencrew mit zwei kleinen Kindern leiht einen Menhir, der später quer am Steg liegt, der Palstek hat wohl nicht gehalten. Steffi und Gerd segeln mit der Möwe. Michael sucht seinen Slipwagen, findet ihn im Seegrashaufen, segelt dann mit seinem Cat in der Bucht. Heiko gesellt sich mit seinem Zugvogel dazu. Dennis beglückt uns mit Wiener Schnitzel und Spargel.

Dann beginnt das Warten. Eine kleine Truppe von jungen Leute, die ihr freiwilliges soziales Jahr machen, soll ankommen. Die Wochenendgäste brechen auf – nur Heiko hält die Stellung. Das Wetter soll kritisch werden, so müssen wir den heutigen Tag – Dienstag – gut nutzen ….

Absegeln 07. Oktober 2017
Inklusive Maddels großartiger Geburtstagsdisco
Absegeln 2017
Bitte meldet Euch per E-Mail
absegeln@lebendigleben.de
bis zum 07. September an für:

Das Segeln  (10€)
Das Abendprogramm  (15€)
Oder am besten für beides  (25€)

Segelschule Ralph Bennewitz | Kapitän-Nissen-Straße 3 | D-23774 Heiligenhafen | segelschule(at)bennewitz.de | Fon 04362 - 2244 | Fax 04362 - 5292