10. Dezember - Ghana XIII

Alarmstart: Unser Guide steht schon mit meiner Kamera vor der Tür. Diese gebe ich abends immer zum Aufladen im Restaurant ab, weil wir in unserer Hütte keine Steckdose haben. Mit forschem Schritt geht es Richtung Fischerdorf, bei uns noch ein französisches Pärchen. Zwischen Ziegen und Hütten geht es zu unserem Einbaum, wackliger Eindruck. Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt meine Kamerahülle immer wieder beschlagen. Im Takt der Paddelschläge ziehen wir an den Mangroven vorbei. Kingfischer und Tukan werden gesichtet. Leichter Nieselregen setzt ein, der Himmel spiegelt sich im Wasser. Wir entdecken eine größere Spinne, einen Salamander und gelbe Vögel, die in Hängenestern an den Bäumen leben. Bei der Rückkehr fällt der Fotoapparat der Französin ins Wasser…. Unser Trinkgeld fällt mickrig aus, da die anderen viel mehr geben. Wir halten das nicht für gut, weil damit die Erwartungshaltung verändert wird. Die Einnahmen für die Tour gehen an einen community-fond, aus dem auch die Guides bezahlt werden.
Im Ressort planen wir mit John unseren Besuch beim chief des Dorfes und der Schule. Danach lassen wir wieder die Seele baumeln, laben uns am schon gewohnten Cocktail. Als es Dunkel ist, brechen wir zum Turtlesichten auf, ich kann kaum etwas sehen, halte mich im Bereich der Brandung auf, weil mir das Weiß des brechenden Wassers etwas Orientierung gibt. Wir sehen nur Spuren, die Schildkröten bleiben vor uns verborgen. Die Fischer bekommen hier inzwischen eine Entschädigung, wenn Schildkröten ihre Netze kaputt machen. Ansonsten sind die Strände immer wieder mit Krabbenlöchern übersäht.