17. Dezember - Ghana XX

Am nächsten Morgen liege ich ermattet vom Magengetöse herum. Die Leute befürchten schon einen Malariaanfall bei mir, wollen mich in ein Krankenhaus bringen. Mit dem Wassertaxi verholen wir uns ins „Manet Pradise Beach Ressort“. Es ist kaum etwas los, doch es gibt gute sanitäre Einrichtungen, so geht es Ralph bald wieder besser. Wir suchen im Dorf Möglichkeiten zum Einkaufen, wollen Mitbringsel erstehen. Fehlanzeige – Tourismus, wie wir ihn kennen, gibt es hier nicht, wir überlegen, wie das Hotel überhaupt existieren kann. Wir kaufen Melone und Brot, finden in einem Shop Zigaretten. Hier herrscht eine böse Mutti über die arbeitenden Kinder. Zurück laufen wir an einer Front von Luxushäusern, finden auch einen ghanaischen Segelclub. Schon bei der Herfahrt habe ich Jollenmasten gesehen, es ist für mich immer wieder ein schöner Anblick. Allerdings läuft dort wohl im Moment nichts. Ein Schwarzer spricht uns an, er habe uns schon vorher auf der Fähre gesehen. Er bietet uns eine Kanu-Tour zur Ruminsel. Nach einigen Verhandlungen einigen wir uns auf einen Preis. Bei einem kleinen Abstecher zur Atlantikseite sehen wir ein ärmliches Dorf und viel, viel Dreck. Der Abfall wird in flachen Kuhlen gesammelt, dort verbrannt, gleichzeitig wird dort die Notdurft verbracht. Im Gegensatz daneben unsere Nobelherberge. Hier treffen die Unterschiede hart aufeinander. Wir organisieren uns noch ein Taxi für Samstag, das uns nach Accra zum Flugplatz bringen soll. Wir können 60 Cedits (30 €) aushandeln.