21.05. Kentern, Grillen und Pfingsboten

Der Mittwoch wird zum Kentertag. Nach Ansprache, keinen zu zwingen, sind alle bereit. Die Temperaturen sind noch eine Herausforderung, die beim ersten Wasserkontakt auch zu orgiastischen Schreien führt. Mein Filmmaterial umfasst fast dreißig Minuten. Nachmittags steigen zwei Möwen ins Rennen, während der Rest auf Menhir verbleibt, das Wetter ist sonnig. So kann ich auch gegen 16 Uhr Knotenkunde auf der Wiese machen, mit dem Hintergedanken, hier die Touristenführung einzubinden, die mit Herrn Nehring kommt. Mit Uta, Kai und Konstanze gibt es dann den Seitenaufbau der Wulfschen Schanze, im Akkord werden die Bretter ineinander gefügt, zu schnell, es müssen wieder welche entfernt werden. Glücklich und geschafft sitzen wir dann auf der neuen Terrasse bei Pizza und Wein. Danach ist nur noch Schlafen angesagt. Donnerstag: seit 5 Uhr sitze ich am Film, schneiden – Zeitlupen und -raffer kosten einfach Zeit in der Berechnung, das singende Schwein wird Bild in Bild eingebaut, Untermalung – leichte Klaviermusik, die Gesichter werden besonders heraus gearbeitet.

Um 8 Uhr kommt ein Optiverleih, ein Junge, dessen Eltern mit einer Yacht an der Werft liegen. Gestern hatte ich ihm gesagt, habe leider gar keine Zeit, wenn Du willst, musst Du Morgen um 8 Uhr da sein ... Gegen 9 Uhr beginnt ein großer Theorieblock, sollten die Coburger doch nach eigener Recherche Bilder ausmalen und deren Bedeutung verschiedenen Büchern entnehmen. Nachmittags setzt Pladderregen ein, doch ich mache zunächst meinen Törn mit Eva und Volker. Später, der Film ist fast fertig, kommen die ersten Vorboten: Folker, Birgit, Frauke, Gerd und neu dazu der Franzose Thomas. Sie wohnen in der Ole School. Da stelle ich fest, dass Conny die Knoten noch nicht beherrscht, glaubt sie doch, mit zwei bis drei die Prüfung bestehen zu können. Das trifft wohl auch auf den Rest – Nadine, Karine und Marcel zu – also nacharbeiten. Schnell schmeisse ich noch einige Steaks in die Pfanne – derweil hat Konstanze den Boden in der Hütte und die Verandabohlen befestigt. Gerade sitzen wir beim Essen, da tauchen Silke und Heaven auf .... Ich zeige den Film, der mit viel Gelächter aufgenommen wird .... Die Stimmung am Grill ist gut, der Schlangenwein muss herhalten, es wird lauthals Tabu gespielt – dann muss ich doch ins Bett. Der nächste Morgen: ich wache vor 5 Uhr auf, es scheint ein schöner Sonnentag zu werden.