24.05. Carsten kommentiert:
Gegen 12:45 erwache ich bei gleissender Sonne, weil ich Probleme mit der Nasenatmung habe. Erleichtert stelle ich fest, das Atmen durch den Mund funktioniert und es das Dekolleté von Moni ist welches die Nasenatmung verhindert. Ferienwohnungen bieten bei voller Segelschule Vorteile. An der Segelschule verhaftet mich Kai als Vorschoter um den frisch erworbenen RS 800 einer britischen Rennbrötchenschmiede vorzuführen. Das Boot sieht aus wie ein Dreieck vor einem Quadrat und ist bequem von zwei Kindern zum Strand zu tragen. Das Anlegen des Neo kommt mithilfe einer entliehenen Wurstbefüllmaschine (Danke an Fleischerei Krüger) doch noch zustande denn der Winter hinterlässt gewichtsmäßig doch Spuren. Bei bestem Sonnenschein und mäßigem Südwest geht es Vorwind raus und das Schiff macht meine Kniescheiben mit den wenigen vorhandenen Beschlägen bekannt. Am Wind erleichtern viele eingeklebte Treppenstufen das Aussteigen auf das seniorengerecht nahgelegene Rack. Kai erwähnt noch dass der Dampfer auch über eine Selbstwendefock verfüge, und ich jetzt nur noch schwer sein müsse, als ich einnicke. Einige Minuten später erwache ich und stelle fest dass der Wind zugelegt hat und Leuchtfeuer Keldsnor auf der Langelandspitze bereits deutlich in Sicht ist. In Ermangelung dänischer Währung an Bord wenden wir, und gehen raumschot auf Heimatkurs. Der hypermotivierte RS-Pilot erwähnt noch kurz dass er heut nur für mich seine dünnste Gennakerschot geriggt hat die er tags zuvor beim örtlichen Angelfachhandel als Heringsschnur erstanden hat – 6 mm. Ich ziehe am Fall, und allein die Größe des Gennakers, mit 22qm kaum größer als die Grundfläche von Moritz Turnschuhen, und die in weiser Voraussicht auf einem Nautikflohmarkt erstandenen Kevlarhandschuhe mit feuerfesten Innenflächen verhindern beim dichtnehmen der Schot ein vorzeitiges Ende meiner Finger als Cevapcici auf dem Grill heute Abend. Nur 3,5 Stunden später ist die Rennsemmel wieder an Land, Kai sagt, er will mich heiraten, weil ich so tapfer gewesen bin. Inzwischen hat der Wind ordentlich zugelegt, andere Jollensegler haben mehr Probleme. Hobbits Rosi Prognisi schmust mit dem örtlichen Tonnenleger, der den Annäherungsversuch der zu kleinen Dame prompt mit grobem Ablochen des Rumpfes quittiert. Moritz und Flo Lühker (Mitglied im Unterwasser-Club Osnabrück) üben derweil mit dem Laser 5000 abseits und in der Fahrrinne für die jährlichen norddeutschen Meisterschaften im Dauerkentern. Flo erweist sich dabei als echter Gewinn, da er dank Taucherlunge nur alle fünf Minuten zum Luftholen rauf muss. Konstanze reißt der Ruderblattniederholer am Contender, sie steht gegenüber der Werft im hüfthohen Wasser und muß auch abgeholt werden. Der Tohatsu am schleppenden Schlauchboot ist ob dieser Aufgabenfülle etwas angespannt, und gönnt sich einen Rest von Sonntagsruhe indem er im Wechselschichtbetrieb nur jeweils einen der drei vorhandenen Zylinder arbeiten lässt – auch ‘ne Möglichkeit. Nach gefühlten drei Stunden Jollen abschleppen stranden nun auch noch Kai und Flo bei ruppigem Wind an der Werft – noch mal los ... Allein die Fehmarnfahrer auf den Segelschuljollen kehren aus eigener Kraft und gut gelaunt an den Steg zurück – weniger ist manchmal mehr. Nach dem Duschen beschließe ich den Tag zu krönen indem ich nur mit einem Handtuch bekleidet Freundin und Exfreundin einander vorstelle, doch die erwartete amüsante Verbalschlacht bleibt leider aus. Matze hat inzwischen lecker gegrillt – wieder keine Cevapcici dabei – und der Tag findet seinen krönenden Abschluß in einer durch Moritz initiierten „Achterpfahl-Lampen“ Bingo-Veranstaltung. Gegen einen Euro kann man Lose mit Pfahlplan erwerben, wer die Lampe ankreuzt, die zuerst angeht, gewinnt eine Laugenbrezel. Ich muss runter, die Sonne sinkt. ‘Ne Brezel wäre nicht schlecht.
- 31.12. Adieu 2010!
- 29.12. Der Kampf geht weiter, Tag für Tag und manchmal auch des nachts ...
- 25.12. Kampf mit Väterchen Frost
- 20.12. Der Winter
- 13.12. Außenalster statt Binnensee
- 10.12. Galloway-Rippchen und Decken spachteln....
- 08.12. Grauer Himmel
- 03.12. Eissegeln
- 01.12. Eisiger Wind
- 28.11. Sonnentag!
- 27.11. Schnee!
- 26.11. Erster Schnee!
- 22.11. Der erste Frost kommt!
- 21.11. Herbstliche Regenzeit
- 31.10. Café Sorgenfrei
- 25.10. Heroldsche Grabbeigabgen
- 23.10. Einzelkurse
- 10.10. Sportboot See-Kurs
- Nina
- 04.10. eine ruhige Woche....
- 27.09. Absegeln + Hochwasser
- 26.09. Fehmarntörn von CT
- 24.09. Sommertag
- 22.09. Endlich wieder Sonne!
- 18.09. Herbst - Wasser und Sturm!
- 17.09. Flachwasserwoche
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- 10.09. Prüfung + IT-ler!
- 09.09. Reisebericht
- 06.09. Ausflug mit Dora
- 05.09. Endlich Ostwind und Sonne!
- 04.09. Prüfung und Nina als Fotomodell
- 03.09. Ausflug zur Aalkate
- 02.09. Die zweite Crew der Augenoptiker und schöne Sonne!
- 01.09. Ein schöner Segeltag!
- 31.08. Sie fallen wie die Fliegen....
- 30.08. Regenzeit
- 29.08. Graues Wetter aber guter Wind....
- 25.08. Viel Wind und kein Wasser!
- 21.08. Prüfung und nächtliche Unruhe
- 20.08. Ein schöner Tagesanbruch...
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- Jungfernfahrt, Katamaran mit Sitzgruppe und motorisiertes Flüchtlingsboot unter den Augen des Gesetzes....
- 14.08. Dora wird aufgeriggt...
- 12.08. Er ist da....
- 11.08. Gemischtes Wetter...
- 09.08. Krach in der Nacht und Romantik im Morgengrauen!
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