13.06. Menhir surft auf der Welle!

Harter Westwind, kräftige Böen und sich schnell wandelnde Wolkengebirge beherrschen das Geschehen. Ich weise Peters Truppe an der Tafel ein: Franziska, Lea, Sophie, Hauke, Alexander und Harm, sowie unsere Kerstin teilen sich auf zwei Menhire auf. Im Stegnahbereich bei Flachwasser und zeitweiligem Regen versuchen wir die ersten Schritte. Das Windfenster reicht von Flaute bei Abdeckung bis zu 5-er und 6-er Böen. Nachmittags wollen wir trotz der Wetterwarnung des DWD zum Dalben segeln. Peter und ich übernehmen die Schiffsführung, die Schüler dürfen mitsegeln. Im Fahrwasser preschen wir bei achterlichem Wind dahin, besorgter Blick am Spion, nur keine Patenthalse durch plötzliche Winddreher. Sicherheitshalber hat Peter das Handy dabei und die Nummer von Saza eingespeist. Endlich, nach der zweiten roten Tonne hinter der Werft können wir Richtung Dalben abbiegen. Es steht eine kleine Welle, die Pinne fängt an zu vibrieren, bei halbem Wind kommt unser Segelboot sogar kurzfristig ins Surfen. Der Katamaran von Carsten mit Hobbit, Jakob und Flo nimmt Kurs auf Flügge. Klatschnass kommt die Mannschaft wieder zurück. Auf dem Rückweg – wir kreuzen in der Fahrrinne – wird die Sturmfock auf Peter Boot zerfetzt. Moritz kümmert sich um Lisa und Marco, die am Sonntag ihre Prüfung machen wollen. Da die Steuerschüssel unzuverlässig ist, trainieren sie auf dem Motorboot für die Optimisten. Eigentlich wollte Moritz ja seinen Laser segeln, doch das Wetter und die Bastelarbeiten – gebrauchte Segelboote haben eben ihre Tücken. Konstanze – die Arme – fräst, schleift und streicht den ganzen lieben langen Tag an den Holzteilen, die Philipp und Dennis für den Selbstbau des Bettes geschnitten haben. Es scheinen aber noch Teile zu fehlen. Achim kommt von seiner See-Prüfung zurück und spendiert ein Grillgelage, Flo und Hobbit agieren als Heizer und Fleischwender. Als ich heute Morgen aufstehe, es ist 04.30 Uhr. Flo kommt mir entgegen, er will wohl gerade ins Bett gehen. Ein neuer Tag beginnt.