03.07. Hitze und flaue Winde!



Drückend liegt die Hitze über uns, der Wind will sich nicht erheben. So stehe ich an der Tafel mit dem Thema Binnenschifffahrtsstraßenordnung. Mehr oder weniger gespannt hören Wulf, Hendrik, Jan, Jakob, Harald und Florian zu. Reinhold lässt sich auf die Möwe einweisen. Chrsitoph und Christopherus – der berühmte Spargelstecher – segeln einhand und später ohne Ruderanlage. Nur dann und wann gibt es mal die eine oder andere Bö, mehr ein Hauchen des Windes. Konstanze möchte an diesem Abend ein Hamburger Essen auf der Veranda veranstalten. Harald ist inzwischen mit einem neuen Vorschoter versehen .... Die kühlsten Räume sind das Bad und der Waschmaschinenraum. Mir geht die Untätigkeit gegen den Strich, deshalb wende ich mich den Segeln zu, die immer noch in meiner Wohnung liegen. Die Werkzeuge, das Material wird in die neue Hütte verfrachtet: Segellatten zuschneiden, Ösen pressen, Kopf- und Schothornbretter aus einer Segellatte schneiden und verschrauben. Götz hat Besuch mitgebracht, mit ihnen segelt er im schwarzen Neo auf seinem Katamaran. Inzwischen sind Simone, Dennis und Philipp eingetroffen. Sie bauen eine Fußballbühne vor der Veranda. Eine Bierbank steht im Wasser. Dort sitzen Heiko, Dennis und Philipp, und schauen auf einen Laptop, der in einem Karton eingebaut ist und auf Bierkästen thront.

Im zweiten Akt ihres Stückes: „Wie verbringe ich einen netten Nachmittag?“ wird das Trockendock von Manfred Wörner flott gemacht. Mit Liegestühlen und Paddel bewaffnet geht die verwegene Crew auf Kaperfahrt: Maria, Simone, Konstanze, Philipp, Heiko, Dennis. Christoph auf dem Brett wird mit grünem Gold beworfen, das steigert seine Surfkünste um 100 %. Das Trockendock verdient inzwischen seinen Namen nicht mehr, es liegt einige Zentimeter unter dem Wasser. Die Crew bewirft sich mangels äußerer Ziele nun selbst mit dem Blütenschlickmatsch, der auf dem Wasser schwimmt, mit ausgelassener Freude. Ein Spaziergänger im rosa Hemd, der zum Mitmachen eingeladen wird, poltert angewidert zurück, wie können man nur mit diesen Fäkalien spielen. Auf der Veranda, Matze ist angekommen, ME taucht auf, und Moritz als später Gast mit der Ehre, den letzten Hamburger verdrücken zu dürfen. Mein indischer Rum findet nur beschränkte Zustimmung, es ist immer noch warm – ich bin sehr müde und steige als erster in die Koje, um dann am nächsten Morgen um 4 Uhr in meinem Büro zu sitzen. Leichter Südost, der im Verlaufe des Tages etwas rückdrehen soll. Die Hoffnung keimt, dass sich ein Oster auf 3 bis 4 Bft aufbaut ....