12.07. Flaute auf Eis...

Der Sonntag zeigt sich in bescheidenem Windeskleid. Zaghaft tritt er aus verschiedenen Himmelsrichtungen auf die Bühne, fährt mit leichtem Fuß in das Segeltuch. An Bord bei mir: Lina, Nina, Hannah und Iris, angefüllt mit der Theorie des An- und Ablegens, versuchen sie, festen Boden in der schwankenden Welt der Segelbegriffe zu finden. So kreuzen sie in langsamer Fahrt an der veränderlichen Windgrenze gen Luv, um dann mit einem Hauch achterlichen Windes dem Steg näher zu kommen. Gegen 11 Uhr – Leekrängung, Schwert aufgeholt – bewegen wir uns nur noch in der Größenordnung von Zentimetern. Flautenfrust macht sich breit – Maddel versucht die Crews mit Knotenkünsten im schattigen Senioreneck aufzufangen. Konstanze holt Speiseeis. Bewaffnet mit einem Schöllereis-Sonnenschirm tragen wir auf .... Alternativen werden besprochen – Kentern und Motorenausbildung, da meldet Maddel Wind. Verheißungsvoll kräuselt sich die Wasseroberfläche. Schnell werden die Segel gesetzt, die unverhoffte Gabe einzufangen. Nicht lange darauf kehrt die Gemächlichkeit zurück, lautlos ziehen die Menhire ihre Bahnen. Plötzlich, der Wind erhebt sein Haupt, fahren kleine Böen in das Segelkleid – schon sind die Schüler, ob der nun rasanten Bewegungen des Schiffes verwirrt. Kaum vom Schrecken erholt, legt sich des Windes Kraft, um später einer wunderschönen Flaute das Feld zu überlassen. Eine kleine Theorie mit Iris, Christiane, Nina und Kai – eine Hausbesprechung mit den neue Gästen: Zwei Paare, die Grundschein machen möchten, sowie Heaven schlagen ihre Zelte auf. Merle wird von ihren Eltern gebracht. Nina und Frank Zimmermann stellen ihre drei Kinder vor. Martin Salomon legt mit seinem Porsche vor der Segelschule an. Wir werden ein wenig grillen. Flo meldet sich auf dem Weg nach Heiligenhafen. Zu viert sitzen wir bei milden Nachtemperaturen auf der Veranda, die Lichter der einfahrenden Boote spiegeln sich in langen Bahnen im Antlitz des Wassers. Nicole schrubbt den Katamaran, ein tolles Bild geschlechtsspezifischer Betätigung kommt es mir provozierend in dem Kopf. Michael vollendet mit Konstanze die erste Phase der Dachbelegung. Gegen Mitternacht suchen wir die Kojen auf...