23.07. Die chinesische Botschaft zu Gast



In einem 12 Stunden Gewaltakt bringe ich meinen Lebensraum in einen empfangsbereiten Zustand. Ärgerlich bis aggressiv reagiere ich auf jede Störung. In Erwartung der Gäste werde ich auf die Probe gestellt, erste Meldung aus Neustadt, wo sie zum Essen eingekehrt sind. Gegen 16 Uhr stehen sie dann auf dem Steg vor der chinesischen Flagge. Im Foyer des Hotels überwache ich das Einchecken. Gegen 18 Uhr stehen sie segelwillig vor mir. Zusammen mit Heaven machen wir zwei Schiffe auf. Bei mir an Bord Li und Feng, die Ehefrau mit den beiden Kindern bei Heaven. Pinne und Fock sind bei mir besetzt, ich kümmere mich um die nichtbeachtete Großschot. In einer herrlichen Kombination üben wir gleichzeitiges Segeln und Fotografieren. Das Gespräch kommt auf Seemannslieder, sie möchten gerne einen Shanty hören. Gesagt, getan, die Schiffsversorgung übernimmt Heaven, begeben wir uns in meinen Raum. Hier bewundern sie zunächst mein Bücherregal, indem immerhin 185 chinabezogene Werke stehen. Dann kommen die Häppchen auf den Tisch, Frau Brandenburg von der Schlachterei hat sich wirklich Mühe gegeben ... die Kinder wollen Brause, Limette zu sauer, ein Bier verlässt den Kühlschrank und in der Glaskanne erblüht der Tee. Ein Buch über Quindao hat es Li besonders angetan, er stammt dort her ... Unser Barde erscheint: mit Gitarre legt er uns vor Madagaskar, den Refrain dürfen alle mitsingen. Aufgelockert nehmen wir auf der Veranda Platz, schauen dem Treiben der Piraten zu .... gegen 22 Uhr verabschieden sie sich .... Jetzt muss ich den Film für die Kinder schneiden, die Führerscheine fertig machen, gegen 13 Uhr Prüfung von 25 Optis, Junioren und Grundscheinler ....