29.08. Graues Wetter aber guter Wind....



Die große Hoffnung auf Sonneneinstrahlung verlor sich in der Beständigkeit des Nieselregens. Trotzdem rüstet die Crew zum Törn nach Fehmarn. Die Crew um Ralf Moog, meine Binnenschüler, ein Laser und 505er segeln bei gutem Wind los. Es ist ruhig geworden in der Segelschule: knapp zwanzig Schüler – am Wochenende keine Schüler aus Hamburg. Die großen Ferien sind zu Ende. Ich kann mich aus der Ausbildung zurückziehen. So segeln Konstanze und ich auch schon einmal den neuen 505er, ziehen sogar den quietschgelben Spinnaker. Gestern aufgeregt: Thomas vermisst einen Menhir. Imke, Peter und Kai haben sich ohne klare Absprache auf einen langen Törn durch die Brücke gewagt. Die Sorgen, die sie damit anderen bereiten, die nicht ganz sichere Wetterlage – nach ihrer Rückkehr gibt es ernste Gespräche .... Diese Crew habe ich schon am Morgen davor am Stegkkopf gesichtet – ja, was wäre die Segelschule ohne diesen speziellen Schuss an Romantik – durchquatschte Nächte. Ben und Hannah erleiden Ruderblattbruch auf dem 470iger. Nina kümmert sich um den neuen CD-Schüler Christoph, segelt anschließend noch mit Stefan ... Derweil emsiges Gewusel auf dem Katamaran, ein neuer Benzintank, gebaut aus dem schwarzen Teufelszeug, zeigt sich undicht – mit Ventilator und Laubgebläse werden die Dämpfe aus dem Schiff getrieben. Bewundert schaue ich auf den Pulk von Menschen, der sich um das Heck von Flutschfinger bildet, sie alle sind bereit, Handreichungen zu machen. So können Christian und Carsten endlich gegen Abend starten. In einer Woche wollen sie wieder bei uns sein, wir sind gespannt auf die Geschichten. Mit Rainer, Claus und Afra bereite ich den Stoff für den See-Schein auf. Konstanze segelt mit Springbok bei schönstem Wetter – die Böen bleiben aus – hinaus, bis der Ausleger bricht. Mühsam kreuzt sie im Fahrwasser zurück. Steffi Paulus wird neues Clubmitglied. Sie segelt mit Florian auf Menhir. Sein Freund Raphael liegt noch im Krankenhaus. Beim Baden am Stegkopf ist er in etwas hineingetreten, das hat sich dann sofort entzündet. Der Arzt hat ihn dann ins Krankenhaus geschickt. Steffi will eigentlich gegen 16 Uhr mit mir auf dem Menhir segeln, um ihn alleine steuern zu können. Doch sie kommt mir entgegen: „ich brauche lieber einen Schluck Wein“. Darauf entwickelt sie eine Redseligkeit, die uns besorgt werden lässt, denn sie will mit dem Auto nach Hause fahren .... So geht wieder ein schöner Tag zu Ende, beim heißen Stein sitzen Konstanze und ich im Strandkorb und schauen fasziniert dem Lichterspiel des Mondes zu, dessen warmes Gelb hinter den ständig wechselnden Theaterkulissen der Wolken Bahnen aufs Wasser schickt ......