Tagebuch 2011

15.05 Yachthalse auf Menhir

Steffie und ®Nicola holen ihren Segeltag nach. Als Folkesegler werden sie die Yachthalse fahren müssen. Auch ein Novum für mich, dies Manöver daraufhin zu erklären. Dazu kommt, dass sie den Platzwechsel erst nach dem Rund Achtern machen wollen, weil die Pinne so lang ist. Wichtig, das sofortige Fieren, wenn der Baum überkommt. Leicht befremdet fahre ich das Manöver vor. Bei ablandigem Dreherwind kein leichtes Unterfangen, zumal Flachwasser und extreme Luvgierigkeit in den Böen dazu kommen. Schließlich fahre ich ihnen die Kreuz unter diesen Umständen noch einmal vor. In den Böen sofort luven, Segel dicht, ungewollte Wenden durch Fockback durch sofortiges Loslassen oder Überholen verhindern – das sind die Hauptlehren.
Maddel – an den Menhiren – entdeckt noch einen Riss im Bugbereich – es wird laminiert, wobei unser Geburtstagskind MW den Rand hält, später suchen sie ihr Petri Heil auf Raudi....

 

14.05. tolles Segelwetter

Eine frische Brise, hoher Wasserstand, Sonnenschein und etwas weniger als 30° empfangen uns auf dem Wasser. Ein Schlag zum Dalben mit Rückkreuz im Fahrwasser bringen Nicole auf den Stand. Im Stegbereich übergebe ich ihr dann auch die Fockschot, bereite sie auf das Einhandsegeln vor. Doch zunächst steht PüB auf dem Plan. Nach ca zwandzig Übungseinsätzen lasse ich mich am Steg absetzen. Nicole nun allein an Bord. Allerdings hat sich der Wind inzwischen zu einer lieblichen Damenbrise gemausert – bei strahlend blauem Himmel. K. und G. stechen mit Jungkadettin Ida in See. Und endlich: auch Springbok kommt zu seinem ersten Ausritt. Die Pilotin hat am Vorstag eine Actioncam angebracht. Später sehen wir die Ergebnisse: guter Bildausschnitt, gute Qualität, aber die seitlichen Bewegungen des Vorstages übertragen sich zu sehr auf den Film, lediglich bei Amwindkursen wird er stabiler.
Sandra und Frank laufen ein, um das Wetter zu nutzen. Dem Stegkopf gegenüber ein paar dummdreiste Angler, die Ihre Schnüre fast bis zum ersten Achterpfahl werfen ... Abends stärken wir uns beim Telegrafenmastenweitwurf, räumen die Gleiter beiseite, entsorgen einen hässlichen Trailer, braten kurz in der Abendsonne, dann nehmen wir Abschied von der kleinen Familie, sinken kurz darauf müden Hauptes in die Federn.

 

13.05. harte Böen - Ida & ein Igel

Unter ganz bestimmten Bedingungen hören wir ein metallisches Summen. Es ist der Wind, der wahrscheinlich den Mast von Manfred Wörner zum Schwingen bringt. Kraftvoll fegen die Böen über das Wasser, verdrängen Nicole und mich auf die Lästerbank für ein kurzweiliges Vergnügen namens Manöverkunde, Knoten und Palstek in der Bergsteigerversion. N. nimmt es gelassen, wir verabreden uns für den Sonntag. Später wir genießen die Sonne im Windschatten, sitzen die kurzen Regenfronten aus, erscheinen neben Stanzerl auch K. und G. und I. Ein gemeinsames Frühstück läutet den Tag ein. Ein besonderes Jubiläum hat sie anlegen lassen. K outet sich als Rasenmähenfan, schon rattert das Gerät über das Gelände, die Grundmelodie für das geschäftige Treiben: Stanzerl montiert einen neuen Klodeckel, G. hängt eine neue Lampe ins Bad, Ralph wechselt den ersten Spühlkasten seines Lebens aus. Alte Telegrafenmasten werden bewegt, Laub und Geäst gerecht und vertonnt, ein Igel aufgestöbert, der unter K's kundigen Händen in eine ruhige Ecke verbracht wird – zu ihrem Wirken gehört auch das Pflanzen einer Tomatenpflanze an der kleinen Hütte. Freude für Stanzerl, die ersten Sonnenblumenkerne sind wohl aufgegangen. I. schenkt mir ihren Namen, Stanzerl und ich ihr Marzipanbratwürste. Vereinigtes Grillen bei herbstlichen Temperaturen im Senioreneck. Nach langem Klönschnack mit K verlassen wir erst nach Mitternacht den Platz.

 

12.05. starke Böen & Küchenputz

Schnell haben wir die Segel auf Sturm gewechselt. Mit den Wolkenbänken kommen immer wieder heftige Böen durch. Sandra leidet anfänglich unter Wende-Halse-Verwechslungen, die Windorientierung macht schwer zu schaffen. Dennoch wagen wir einen kleinen Törn zum Dalben. Hier tummeln sich zehn Yachten – wahrscheinlich Prüfungsvorbereitungen. Auf der Rückkreuz muß ich Charon zum Unterschneiden des Windes zwingen, dennoch Fahrt im Schiff behalten, denn es ist Verkehr. Heil kommen wir wieder am Steg an. Währenddessen wirbelt Walli in der Küche, Grundputz. Tom bringt einen neuen Spülkasten, Klobrille und Kantenschutz für die Arbeitsplatte. Sandra trainiert weiter Anleger und tolle Halsen. Ich zeige ihr, wie der Menhir einhand zu segeln ist. Schon steht sie stolz im Schiff, die Pinne zwischen den Beinen, legt sogar zweimal ohne mein Zutun an. Aufschießen – zum Bug gehen, das Schiff belegen, toll gemacht.

 

10.05. Menhirfallverholung & Gewitter

Maddel macht diese Woche Yachtausbildung. So habe ich mich dann doch mit Watthose dem Menhir genähert. Das Großfall um 30 Meter verlängert, habe ich ihn dann über die Seite gen Ufer gezogen. Zufällig war es auch noch warm – der Schweiss lief in Strömen in die Stiefel. Matz hilft beim legen, das Schwert ist noch da – ich kann es wieder einfahren und verkeilen – eine neue Rolle muß ans Schwert. Die Stühle sind gekommen, nun gilt es pro Stuhl fünf Schrauben mit Sprengringen, eine Mutter, vier Abstandshalter und acht Verschlusskappen zwischen Gestell und Sitzfläche anzubringen – 32 x. Am Wochenende wollen uns Kerschtin und Guido besuchen, die kleine Hütte ist damit bis Mitte Juni ausgebucht. Gestern großes Naturschauspiel, der blaue Himmel bezieht sich, es wird gegen 1530 so dunkel, dass ich Licht einschalten könnte – Gewitter, das Zentrum zieht aber nicht über uns – danach wieder flautige Abendstimmung. Heute gegen 10 Uhr habe ich das erste Probeputzen mit unserer neuen Hilfe.

 

07.05. Stromfalle - Schwert - Kreuz in der Fahrrinne

E. Verabschiedet sich. Sandra trifft ein, mit ihr und Nicole Einweisung in das An- und Ablegen. Wir starten mit Sturmsegeln, wechseln auf Normal und ziehen am Nachmittag das XL-Segel. Mein Stanzerl heuert an, denken wir doch an ein lauen Sonnentörn, doch am Dalben wird es wieder windig. Eine Halse jagt die nächste, bis Platzwechsel, Stützruder und Spionblick koordiniert werden können. Die Kreuz in der Fahrrinne lasse ich mich dann doch nicht nehmen, es juckt in den Pinnenfingern. Abends wir sitzen hinter dem Haus in der Sonne, höre ich die Anrufe von Beate ab. Die Pfadfinder haben sich mit zwei Menhiren bei Nordwest durch die Brücke gewagt. Beate bringt ihr Schiff heil zurück, doch das zweite Boot hängt in der Strömungsfalle, schafft es schließlich bis kurz hinter den Dalben, da bricht wahrscheinlich die Schwertrolle. Mit der Steuerschüssel holen wir sie Richtung Steg. Reflexion - Risiko .... Endlich sitzen wir auf der Veranda bei Flaute und Holzfeuer, genießen die letzten Stunden.

 

06.05. Pfadfinder, Nicole und ein Fastsommertag

Stanzerl arbeiten an der Kamerabefestigung am Vorstag ... Holger und seine Familie genießen einen gemeinsamen Segeltag. Unsere neue Segelschülerin Nicole – ihr Freund hat eine Marieholm in Travemünde – will die Grundlagen erlernen, E. schließt sich uns an. Bei noch mäßiger Brise machen wir die ersten Schläge. Beate kommt mit den Pfadfindern an, die Kote steht und zwei Menhire machen sich auf Törn zur Seebrücke. Mittags und ab 16 Uhr Putzfrauencasting – eine neue Idee für Dieter Bohlen? Bis Montag muß ich mich entscheiden .... dazu große Kloverstopfung, verzweifelt und genervt machen Stanzerl und ich uns an die Arbeit. Plümpern, Spirale und Hochdruckreiniger --- schließlich will ich T.K. anrufen, er meldet sich nicht – bleibt nur der Notdienst; doch da hat Stanzerl Erfolg, mit einem großen Rohrrülpser werden die Toiletten wieder frei .... Die Pfadfinder kehren zurück, der Seeweg war zu lang, nun versuchen sie, die Seebrücke über den Landweg zu erreichen. E. und N. verbringen den Abend, sitzen in der Abendsonne am Steg, während wir uns nach einem kleinen Einkauf auf einen lauen Sommerabend auf dem Balkon freuen, doch Wind kommt auf, schnell ziehen wir unsere Grünen an. Der tolle Mond versteckt sich allerdings hinter den Wolken .....

 

05.05. Prüfung

Das ich das noch erleben darf, da sitzt doch mein älterer Bruder, um sich der Prüfung für den Motorbootschein Binnen zu stellen. Später erzählt mir Axel, er habe auf die Frage nach der Promillegrenze geschrieben: „Wer nicht soviel verträgt, sollte nicht so viel trinken.“ Eine Aussage, die in seinem Fall durch umfangreiche persönliche Versuche untermauert wird. Mein Hamburger Duo blieb leider weit hinter ihren Möglichkeiten zusammen. Ablandiger Wind, die Kreuz eine unsägliche Tortur. PüB‘s aus raumem Wind heraus in die Halse, doch sie erhalten den Segen von AL, dessen lebhafte Kommentare zu den Menhiristen schallen. Tabea, Holger, Robert und Henning mit erwarteter guter Leistung. E. und I. müssen nach ihrer Darbietung erst einmal die blanken Nerven putzen, das Gefieder streicheln .... E. wirkt im Hintergrund, hängt Wäsche ab, bedient uns mit Kaffee und Kuchen. Sie traf ich Heute Morgen auch, vom Walken zurück ..... Heute wartet eine Schülerin auf mich....

 

03.05. Morgenflaute

Grell gleißt die Sonne durch die Scheiben. Gestern war Premiere von Nele. Mit ihrem Laser konnte sie doch noch einige Schläge auf Wasser plazieren. Zwar hatte sie anfänglich – wie sie später lachend erzählte – die Pinne mit der Großschot verknotet, doch dann zog sie bei auffrischender Brise hinaus. Hardy und Maddel folgten später, nach kleineren Reperaturen, in deren Verlauf sie in Kabbelwasser schwimmen. Eva im Sweat-Shirt der Segelschule wird von Manfred betreut, während ich mit Robert & Tabea, Holger & Henning Halse und PüB trainiere. Nachmittags geht es dann in den Prüfungskurs, sie sind fit. Abends schreiben sie eine Übungsarbeit, während ich die Abendsonne genieße. Kaja, Nele und Saza verabschieden sich, wollen Pfingsten wiederkommen. Dank Saza habe ich nun meine Standardverpflegung auf Frikadellen umgestellt – es ist so verdammt bequem, und sie schmecken einfach lecker. Muss mich zwingen, Heute mal was anderes zu mir zu nehmen. Heute wollen wir Richtung Graswarder aufbrechen....
Auf meine Annonce haben sich jetzt ca. 10 Putzfrauen gemeldet, ich habe sie alle für Samstag bestellt, da kann Stanzerl mit aussuchen :-)).

 

02.05. Prüfung + Starkwind

Kaum vom Walken zurück, sehe ich schon Valerie in den Startlöchern sitzen, Arne muss erst noch seinen Kaffee trinken. Sturmsegel werden gesetzt. Bei gutem Ostwind geht es auf die Kreuz in die Halse zum PüB und wieder an den Steg. Auf der Steuerschüssel zunächst leichte Probelme, die Welle macht zu schaffen. Stoß- und Schreckgas mit Überkurbelung des Lenkrades lassen Unruhe in mir aufkommen Eine kleine Runde gehe ich mit an Bord. Gegen 0830 hole ich Axel aus dem Bett. Gegen 0930 Uhr zeigt Arne an der Pinne seine Sichtweise des Segelns. Der Wind hat zugelegt, trotz Ostwind Flachwasser, da hilft nur dicht an die Boje, frühzeitig und kräftig aufschiessen. Beim dritten Mal klappt es. Valerie macht es zügiger. Endlich – Arne hat bei den Knoten einen leichten Blackout – haben wir es geschafft. Tim kümmert sich derweil um Henning, Holger, Eva, Tabea und Robert. Ab 11 Uhr übernehme ich, wir trainieren einige PüB’s. Nachmittags verlegen wir uns auf die Theorie, die Bucht ist voller weißer Schaumkronen. Hardy und Maddel versuchen sich auf den Lasern, können trotz einiger Kenterungen das Wetter stehen. Stanzerl und Nele machen einen Ausflug nach Burg. Kaja hat einige Schreianfälle, schaut einem ansonsten lustig in die Augen. Mattis heuert auf der Sprühwurst an. Hardy zeigt seinen Film aus der Bordkamera. Abends legendäre Sazafrikadellen und Kartoffelgratin ....

 

01.05. Seegras - Sonne + Kinder

Die Spur des kleinen Sturmes zeigt sich als grüner Teppich am Ufer. Bettina, Maria und Heiko haben die Hecke vor dem Haus schön geschnitten. Sie hinterlassen ihren grünen Daumen allüberall. Stanzerl hat ihren Contender fertig, gleichauf mit Heiko und Lothar. Letztere unternehmen einen kleinen Törn Richtung Fehmarnsundbrücke bei zuweilen leichtesten Winden. Maddel und Saza üben sich im Fliegenfischfangen. Nele, Kaja, Stanzerl, Bettina fordern den Sommer mit Eisessen heraus. Tim muss mit der Gummiwurst fahren, weil der Tank zu voll ist :-)). Er hat aber auch die Raumreinigung auf sich genommen. Stefan sticht mit sien Muttern in See, trifft dort auf das Fischerduo Raudi und Sprühwurst, Schweinswale werden gesichtet. Meine Segelcrew beginnt mit der Ausbildung. Holger wird zum Kurier des Zaren, bringt die Prüfungspapiere direkt zu Herrn Boudahn nach Travemünde. Mit Eva, Tabea und Robert Ausbildung auf dem Menhir. Henning segelt einhand Möwe. Dennis werkelt an seinem Trockendock, weist mich noch einmal auf den Computer auf der Tafel ein – das muß ich üben. Schilder für das Schaufenster kommen – die werden wir nächstes WE anbringen müssen. Später Theorie mit Holger und Dennis. Klönschnack mit Katze, ME, sowie der Hausgemeinschaft, eine kleine Knotenkunde mit Valerie und Arne, die noch vor Sonnenuntergang ein kleines Flautensegeln hinlegen, beschließen den Tag.

 

30.04. stürmische Winde

Sie behinderten Gestern die Durchführung der ersten Binnenprüfung. Doch auch Dieter, Stefan und Tim zollten dem Wetter Respekt. Weiße Schaumkronen beherrschten das Bild. Hardy und Maddel, unsere Laserpiloten, scheuten ebenfalls davor zurück, das Schicksal herauszufordern. So unterhielt ich mich noch mit Nicola & Steffie über den theoretischen Unterbau ihrer Segelkenntnisse ... dann wurde geschlafen, gebastelt, der lecker Kuchen von Valerie verspeist. Dank Saza wurde auch der Rückpro zerlegt, in allen Einzelteilen in die Mülltonnen verbracht. Abends durfte der Grill wieder kleine Köstlichkeiten von sich geben. Heute beginnt ein neuer Kurs: fünf Leute warten auf mich, in der Hoffnung, ein Windhauch möge entstehen, doch scheint Aeolus die Puste ausgegangen zu sein.

 

29.04. frischer Wind und lecker Braten

Strammer Ostwind wartet Heute auf die Prüflinge, eine Steigerung zum gestrigen Tag. Schaumkronen beherrschen die Bucht, an der Mole sichelt eine Minibrandung, mühsam reckt sich das Sonnenlicht durch die Wolkenwand. Noch einmal gilt es, alle Manöver zu fahren unter noch stärkeren Wind- und Wellenverhältnissen. Henning ist überraschend erschienen, geht an Bord zu Valerie und Arne. Dieter segelt mit Nicola und Steffie – unseren Neueinsteigern – die auf Fehmarn bereits ein Folkeboot haben. Katze, Mattis und ME zu Besuch, Heikos Zugvogel rollt auf dem Gelände ein, wenig später folgt Lothar. Gegen Nachmittag der Versuch einer Strandparty – doch so richtig heimelig will es nicht werden. Also Premiere für den Ofen – wir sitzen bei lecker Braten in trauter Runde. Nele, Saza und Kaja sind hinzugekommen, sie wohnen versuchsweise in der kleinen Hütte. Konstanze beendet die Arbeiten an Springbok ....

 

28.04. Früher Marsch

Noch herrscht die große Flaute, allein ein schwacher Zug aus Nord macht Hoffnung. Arbeitswind für die Menhire – so mein Wunsch, um meine Prüflinge vorzubereiten. Tim kommt aus Göttingen - einen sehr alten Whiskey im Gepäck; Bettina, Heiko und Emma kommen mit gärtnerischen Zutaten; Maria baut ihr Zelt auf; Konstanzes Mini hält vor der Tür; Dennis wird ofentlich; Isa belegt ihr Bett; Valerie kommt mit guten Schuhnachrichten; Arne hat seine Frau mitgebracht; Elke tankt Wasser für ihren Bus; Nicola und Steffie – neue Gäste – stehen am Grill, während der Rest von Bettina, Heiko und Maria bekocht wird. Die Großpfanne kommt zum Einsatz – Geschnetzeltes mit viel Gemüse. Wir zeigen den Tansaniafilm. Tim gibt einen Whiskey aus; doch die verumte Gemeinde schützt wohl lieber den Zuckerrohrsaft. Ein neuer Rum von Dennisowitsch findet nicht die gebührende Anerkennung, muss einer Diplomatico-Welle weichen. Im Senioreneck – die Lautstärke missfällt vorne den Frühschläfern – geht das Treiben mit Emmaspielen weiter. Der Ofen ist da, ein mecklenburgischer Rippenbraten wartet. In einer spannenden Aktion haben Stefan, Hardy, Matz und ich den neuen Fernseher in meine Wohnung verbracht. Der alte Rückpro wartet aus seine Zerlegung. Eine Anfrage bei Jens, ob dies denn gefährlich sein könnte, wurde mit einem klaren Jain beantwortet. Kurz war auch noch Vincent zur Stelle, um noch zwei Übungsarbeiten zu schreiben. Überraschende Erkenntnisse:
1. die Gasflasche muss möglichst tief im Schiff angebracht sein.
2. Wer von rechts kommt, hat auszuweichen.
3. Bei einem unterbrochenen Licht ist die Lichtphase deutlich heller.
War das die letzte Arbeit nach altem Muster, frage ich mich, kommt nun das Ankreuzverfahren?

 

27.04. Segeleinlage

Sandra und Frank wollen auf dem Menhir üben. Der böige Südwester nimmt ihnen die Wahl des XL-Segels übel. Nachdem ich sie per Motorboot zum Steg hab lotsen können, gehe ich an Bord. Ich konzentriere mich auf Frank, der am Sonntag die Prüfung machen möchte. Wenden, Halsen und Boje über Bord. Vor allem aber, Vorsegelbeobachtung, schnelles Abfallen beim ersten Kill, Winddreher erkennen. Zu oft hatten sie die Fock back, wurden so in ungewollte Wenden gedrückt. So haben sie denn auch lieber Halsen gefahren, was sie dem Steg nicht wirklich näher gebracht hat. Für die nächste Woche haben sich noch zwei sporadisch auftauchende Segelschüler gemeldet, so kann ich wenigstens zuweilen mehr als eine Person besegeln. Maddel legt unsere Wendebojen aus, die ich vorher mit der offiziellen Nummer versehen habe. Stefan besucht uns, seine Mutter und Hund im Gefolge – natürlich auch Grillgut ....

 

25.04. Mastenlager und Regen

Immer wieder dröppelte und regnete es. Trotzdem bin ich dabei, die Masten zu sondieren, während Maddel in der Bootshalle zwei Möwen behandelt. Meinen reparierten Laserbaum hat er gleich wieder verworfen, weil so ein, zwei Nieten nicht ganz drin waren. Dann hätte ich fast einen Laser 5000-Mast ausgeschlachtet. Auf Maddels Rat hin habe ich mit Carsten und Moritz telefoniert. Er gehört letzterem, weil Carsten in der fernmündlichen Verbindung die goldenen Worte sprach: „Im Gegensatz zu Anderen pflege ich meine Sachen zu Hause aufzubewahren“. Ich würde sagen, selten hat jemand so genau ins Schwarze getroffen. Gegen Abend trifft mein neuer Fernseher ein, jetzt brauche ich vier Leute, um ihn nach oben zu transportieren und einen Freiwilligen, der das alte Rückprojektionsgerät auseinander nimmt. Beim Walken heute Morgen mache ich für Simone einen extra Umweg - siehe Bild :-)).

 

24.04. Computerabsturz

Plötzlich funktioniert der C. nicht mehr. Die Navigation wird geblockt. Nach einigen verzweifelten Versuchen bleibt nur ME. Nach einigen Anläufen schafft es ME aus der Ferne, ihn wieder laufen zu lassen – toll, wenn solche Leute im Hintergrund helfen können. Saza kündigt sich für Donnerstag an, ME will in den Mai tanzen ... gespannt schaue ich auf die Wettervorhersage. Hoffentlich kommt endlich etwas Sommer. Hinter dem Benzintank bereite ich ein kleines Ausweichmastenlager vor, Gestrüpp schneiden, alte Moderblätter beseitigen. Nebenbei Segel reparieren. Maddel ist zurück, er hat mit Matz ein Schiff von Greifswald nach Heiligenhafen überführt.

 

 

 

 

23.04. Wetterwurm

Er beherrschte Gestern das Geschehen. PüB an der Tafel erklärt, konnte in der Praxis wegen Windmangel nicht verdeutlicht werden. Also wechseln wir auf Steuerschüssel, um hier Geradeausfahrt zu erstreben. Jedoch – meine Damen und Arne gaben eher kurvenreiche Darbietungen zum Besten. Letztendlich macht Übung den Meister – langsam zähmen sie das Gefährt. Zwischendurch immer wieder leichtes Windaufkommen, Hoffnung kommt auf, doch dann schwächelt die Brise, dreht ... kommt wieder, geht wieder. An Land operiert Stanzerl Springbok: ein Stringer – Matte auf Papprolle – wird über den Inspektionsdeckel am Heck eingebracht, nach einigen Anläufen erfolgreich verklebt. Doch auch hier das Wetter: Contender in die Halle oder nicht! Dunkle Wolken, zuweilen Schauer, dann wieder ein kleiner Sonnenstrahl. In dieser Wechselhaftigkeit gehen wir lieber die Theorie an. Dieter hat am Morgen mit Sandra Einzelunterricht gemacht, während Frank mit Yan – unserem Einhandsegler – versucht, dem Wind auf die Spur zu kommen. Nachmittags segelt Frank wieder mit Sandra. Valerie, Isa, Elke und Arne – von der Theorie ermattet – raffen sich zum Motorbootfahren auf. Endlich kommt etwas Wind, doch die Luft ist aus den Leuten raus, sie mögen nicht mehr. Mit Yan fahre ich noch die Yachthalse auf dem Menhir, denn es ist sein letztes WE, er will später hauptsächlich auf Yachten segeln. Springbok ist abgeriggt, auf den Kopf gelegt – in die Hütte oder nicht .... Dann will Stanzerl Bilder im Haus aufhängen, doch ich bin müde. Die letzten Sonnenstrahlen geniesse ich auf der Bank hinter dem Haus, schlafe ein. Später, wir sitzen vor dem kleinen Fernseher, es kommt wieder Regen ....

 

22.04. Glück mit dem Wetter!

Fast rechtzeitig hob sich der Nebel Gestern, wenn auch die Küstenwache in der Fahrrinne unterwegs einen sonoren langen Ton von sich gab. Zwischenzeitlich haben wir sogar kleinere Segel gesetzt. Yan nachmittags auf Solotour. Sandra und Frank wurden von Dieter und mir betreut, sie wollen ihre Prüfung erst später machen. Isa und Elke sind genauso wie Arne und Valerie gut davor – die Halse wird trainiert, Knoten geübt ... Konstanze arbeitet an einer Küchenordnung, später an Springbok. Abends gehen wir mit einem Teil der Crew in den Seestern. Am Strand wollen wir später ein Lagerfeuer geniessen. Aber Pladderregen scheint uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Kurzfristig macht sich Aprilwetter breit. Doch zurück am Strand herrscht Flaute, kurze Zeit später prasseln drei alte Weidenkörbe von mir im Feuer. Dann kommt plötzlich Wind auf, Konstanze hat die Anzeichen im Klappern der Wanten gehört. Böen und Regen fegen über das Wasser. Heute Morgen wieder lauer Südwind, die Sonne hat sich durchgekämpft, kaum Nebel. Das lässt hoffen.

 

21.04. Nebelmorgen

Regentropfen hängen an den Scheiben, der Nebel hüllt uns ein. So war es eine gespenstige Runde um den Binnensee, getroffen habe ich nur einige Angler, die diese Zeit wohl auch bevorzugen, neben einem Bier, das sich einer schon genehmigte. Meine Hamburger Damen sind Gestern eingelaufen, in Hamburg hätte es Sonne und 17 Grad gegeben – und hier. Tja, hier ist es so, wie es ist. Maddel überführt mit Matz dessen Schiff von Greifswald nach Heiligenhafen – Montag Mittag wollen sie ankommen. Zwei weitere Möwen sind in der Halle, zwei im Wasser. Am Donnerstag kurzes Zwischenspiel: eine Schülerin von Ostwind legt ihre Binnenprüfung bei uns ab. Gleich werde ich wecken – dann beginnt der Tag auch für die Anderen.

 

 

 

 

17.04. neues Schild

Gegen 10 Uhr treffe ich die Frau von Schrifteneck. Sie übergibt mir ein neues Segelschulschild. Vandalen hatten das vorherige, das am Wegweiser bei der Autokrafthalle hing, zerbrochen. Nun werde ich es verstärken. Gleichzeitig habe ich die Schaukästen vermessen, um neue Reklame anzubringen. Aus dem Fundus aller Bilder habe ich einige herausgesucht, die zum Einsatz kommen sollen. Auf dem Boden hatten wir ein Tagebuch eines Seefahrers von 1905 gefunden, das Maddel vor dem Wegwerfen geschützt hat. Sein Vater liest es nun für uns, weil es alte deutsche Schrift ist. Es handelt von Reisen auf einem Segel- und später Kriegsschiff ..... Heute will ich, solange das Wetter noch gut ist, die Menhire auf Spione und Fockbändsel kontrollieren. Bei der Funkprüfung hat es leider einen Durchfall ergeben. Laut Berichten zweier Schüler haben die Prüfer in Hamburg einen großen Druck aufgebaut, den Leuten nur mündlich Situationen genannt, die sie sofort umsetzen mussten. Bei Fehlern haben sie nur gesagt: „Falsch, sie haben noch eine zweite Chance – überlegen Sie, was Sie falsch gemacht haben!“ Dabei haben sie aber nicht gesagt, was denn falsch war .... Was bilden die sich ein!

 

16.04. ein schöner Sonntag!

Viel schöner als die Vorhersage kam das Wetter einher. Die Schüler nun in Zweiercrews auf vier Menhiren verteilt, ziehen ihre Bahnen. Dieter hat das Motorboot klariert, ein Bahnmarke ausgelegt, während wir im Raum das An- und Ablegen besprechen. Das Stationsboot übernimmt die Fahrrinnensicherung; ich welchsle über die Schiffe. Nachmittags – kleine Mannschaftsverschiebungen: Yan segelt nun mit Frank, ihre Anleger werden zumeist gepaddelt, weil sie kein Schwert mehr führen, dafür haben sie deutliche 4 Knoten gemacht, wie mir stolz über die Handyfunktion gezeigt wird. Mit Sandra und Anke noch einmal Grundtraining, doch dann kommen auch sie soweit, dass sie die Anleger alleine meistern können. Valerie und Arne paddeln auch gerne beim Anlegen. Isa und Elke werden noch mal von Dieter betreut. Der Wind hat sich gemausert, wir ziehen Sturmgroß auf – ein erfolgreicher Ausbildungstag. Simone gibt dem Rasenmäher Gummi, sie düst über das Gelände, Konstanze sorgt sich um Seegras und tausend kleine Dinge, Dennis kümmert sich um Computer, läßt Drohne steigen und geht mit dem Herd auf Reisen. Mittags werden Möwen in der Hütte in den Gurten umgedreht, zwei weitere auf Wagen verladen, damit Maddel mit den Reperaturen weitermachen kann. Abends - mit Konstanze allein, speisen wir Lauchsuppe, liegen dann in den Kojen, bis es morgens wieder für mich heißt: Stock auf!

 
 

15.04. Erste Praxisausbildung und Herdtragödie

Frisch ist es auf den Menhiren. Dieter und ich übernehmen das erste WE. Bei zunächst schwächelndem Wind gehen Arne, Yan, Frank und Sandra als Crew mit Dieter auf Törn, während sich auf meinem Schiff Elke, Valerie, Anke und Isa tummeln. Konstanze räumt und schichtet Seegras in die Tonnen, Simone komponiert an ihrer Flötensequenz, Dennis schließt den Herd an. Nach anfänglichem Wohlwollen, dessen Krönung ein gut gelungener Apfelkuchen war, kommt es zum Tanz der Sicherungen. Fazit: der Herd geht wieder auf Reisen. Thomas H. belegt mit seinen Kindern eine weitere Kajütjolle, Maddel geht mit Raudi auf Fisch. Jan, Torge, Matz und Stefan kommen stolz mit ihren See-Scheinen in Händen zurück. Es soll eine Riesenprüfung gewesen sein, in deren Verlauf sehr viele durchgefallen sind – mein Quartett hat bravourös bestanden. Nachmittags werden die Segelneulinge schon ein wenig flügge. Später setzt Regen ein, Dennis entscheidet auf ein Feuerloch, um die Lammkeule zu garen. Unter Sonnenschirmen prasselt ein Feuer. Ein mit Glut befülltes Loch wird mit dem Essen bestückt, von Sand bedeckt und das Feuer darüber wieder neu geschichtet - siehe Bilderreihe. Zwischendurch steigt meine Drohne, nun mit Kamera bestückt, in die Luft .....

 

13.04. Schnack mit dem Fisch!

Ein kleiner Schnack auf dem Weg um den Binnensee. Hat mich doch tatsächlich eine Joggerin überholt, und das vor 6 Uhr morgens. Am WE erwarten wir die ersten Segelschüler. Simone und Dennis werden Heute gegen Mitternacht mit dem reparierten Herd eintrudeln – ich muss eine Trägermannschaft organisieren, denn sonst können die beiden Lieben ja nicht in ihrem Bus nächtigen. Der Herd soll nun für die nächsten zwei/drei Jahre halten. Am Samstag werden auch die ersten Abendschüler in die See-Prüfung gehen, schon Heute findet die praktische Prüfung statt. So, war gerade unten, um mit drei Seeschülern zu frühstücken. Matz hat von seiner Oldenburger Kneipe Aufschnitt und Honig mitgebracht, Thorge eine große Tüte Brötchen, und Stefan hat liebevoll gedeckt. Zwischen den Bissen durften sie auf meine See-Fragen antworten. Neue große Markierungsbojen sind eingetroffen, Poliermittel für die Gummiwurst, Zelt und Stühle sind bestellt, die Anzeige für die Putzfrau habe ich aufgegeben ....

 
 

10.04. Gruß vom Fischer

Heute Morgen habe ich wieder mein Schwätzchen mit dem Fischer gehalten. Es wird ein grauer Tag, den ich gleich mit Theorie aufhellen werde. Inzwischen sind acht Menhire, Long-Boat, Steuerschüssel, Optiinsel und drei Möwen im Wasser. Zwei weitere Möwen hängen zwecks Reperatur in der Hütte. Bis auf Palaststefan sind wir wieder gästefrei – bis zum WE. Konstanze hat die Schlafräume grundgeputzt, doch muss ich mich nun um eine Putzfrau kümmern. Auf dem Boden warten noch 10 Kisten auf Befüllung, der Heizungsraum ist ziemlich leer geworden. Die Nacht in Konstanzes Hütte war schön, wenn auch frisch und kurz. Zuvor gab es wieder eine Grilleinlage mit Hardy und Maddel....

 

 

 

 

 
 

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