Unser Ausbildungskonzept

Segeln lernt man nicht auf der Autobahn. Der gute Segler wird auf der Jolle geboren, und das immer nur bei Wind und Wetter. Glaubt Ihr den Werbesprüchen, dann kann schnell die Meinung entstehen, dass die Grundlagen zu unserem schönen Sport zu vernachlässigen sind. Aber mal ganz ehrlich, würdet Ihr mit den Kenntnissen eines Radfahrers gleich in die Formel 1 wechseln?

Sich Zeit nehmen, ist in unserer Welt voller Hektik etwas verloren gegangen. Geblieben sind aber die romantischen Vorstellungen, wie Kapitän Hornblower oder dem Roten Korsaren die Welt zu besegeln. Um diese Träume mit der Realität in Einklang zu bringen, hat die Segelschule Ralph Bennewitz Lernkonzepte entwickelt, die jeder Alters- und Wissensstufe gerecht werden.

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Ausbildung Schritt für Schritt, dennoch schnell und effektiv, das ist unser Anspruch.

Traditionen zu pflegen, ist nicht gerade unsere Stärke, dafür stellen wir Seemannschaft und seglerisches Können ganz oben an. Wir meinen, ein kleiner Patzer bei der Flaggenparade ist eher zu verschmerzen, als im dicksten Gewittersturm die notwendigen Maßnahmen nicht zu beherrschen. Bei uns lernen heißt in erster Linie: segeln, segeln und nochmals segeln. Die Basis hierfür liefert unser vielfältiger Bootspark sowie unser Revier, welche es ermöglichen, uns an fast alle Wind und Wetterbedingungen anzupassen. Unter diesen Voraussetzungen gehen wir auch regelmässig mit Euch auf Langtörn zu Insel Fehmarn.

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Kurze Theorie - schnell auf's Boot

Nach 45 Minuten Theorie und Knoten geht es in Vierergruppen auf die Boote, der Segelcoach mit dabei. Befestigen und Setzen der Segel, schon hast Du das Steuer in der Hand. Steuern wir zunächst nach Landmarken, so kommt schon bald der Wind ins Spiel. Eure Aufgabe, den Wind sehen lernen. Da wir nicht direkt gegen sondern nur schräg gegen den Wind segeln können, heißt es herauszufinden, wo die Grenze ist. Wie weit können wir auf den Wind zudrehen, welche Dinge passieren, wenn der Wind zu sehr von vorne kommt.

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Schritt für Schritt und ganz einfach

Wir reduzieren die Situation ins Einfache. Ruderführung, Blick am Segel, zeigt sich dort eine Veränderung, Korrektur. An den Reviergrenzen kommt es zu ersten Drehungen, der Wind fällt nun von der anderen Seite ein, wir müssen den Platz wechseln, ohne uns zu verheddern. Dann segeln wir mit Rückenwind. Genaue Beobachtung des Windanzeigers, sonst schlägt das Segel auf die andere Seite. Doch keine Angst, wir haben die Segel so hoch angebracht, dass Euch nichts passieren kann. So bauen wir Schritt für Schritt auf.

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Einweisung von Profis

Vor jeder Segeleinheit gibt es eine kleine Tafeleinweisung. Wir zeigen Euch, wie Ihr mit dem Schiff sicher starten und landen könnt, koordinieren Euren Bewegungsablauf, sitzen direkt neben Euch und leiten Euch soweit, dass Ihr am Ende der Einheit vielleicht schon einen ersten selbstständigen Kurs segelt. Nach zwei Tagen habt Ihr die Grundmanöver kennen gelernt. Nun könnt Ihr dieses Wissen bei verschiedenen Windsituationen und Wasserständen trainieren.

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Auch schwierige Situationen beherrschen lernen

Wer es sportlicher liebt, kann jetzt nach einem Kentertraining auf die Zweimannjolle umsteigen. Sie wiegt die Hälfte bei gleicher Segelfläche, entsprechend dynamischer sind die Vorgänge. Wir legen dann für Euch Kursmarken aus, so könnt Ihr beim Abfahren alle Manöver einüben. Täglich könnt Ihr sechs Stunden auf dem Wasser sein. Intensives Training bei hoher Manöverfrequenz, das wird der Schlüssel für Euren Erfolg sein.

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Der Beginn einer langen Freundschaft

Um Euch nach der Ausbildung nicht ohne Perspektive zu entlassen, bieten wir eine Vielzahl an Möglichkeiten. Jollen können ausgeliehen werden, Ihr könnt in den kostengünstigen Segelclub eintreten. Im Angebot stehen auch noch Auffrischungskurse, ein Jollenleistung- und ein Gleitjollenschein. Wer Spaß an unserem Team hat, kann sich auch zum Segelcoach ausbilden lassen.

Wer die Richtung Yacht weitergehen will, der kann bei uns den Sportboot See, den Sportküstenschifferschein und den Funkkurs erwerben. In Kooperation mit verlässlichen Partnern könnt Ihr von Heiligenhafen in See stechen. Törns in die dänische Inselwelt oder praktisches Training. Hier könnt Ihr das anwenden, was Ihr auf den Jollen gelernt habt.

Fehmarnfahrt

Emsiges Treiben am Steg. Vorräte werden an Bord gebracht, Motorboote werden aufgetankt, Segel werden gesetzt, der Kurs nach Fehmarn an der Tafel skizziert, die letzten Wettermeldungen werden eingeholt. Nach einem letzten Check durch die Segellehrer legen die Schiffe nacheinander ab. Ein Kontrollboot an der Werft sichert die Querung des Fahrwassers. Letzte Anweisungen werden gegeben: Ruderblatt und Schwert absenken, Kurs Graswarderspitze. Wir sammeln uns an der Osttonne, die Flotte zieht Kreise, bis auch der letzte angekommen ist. Dann geht es weiter. Im blauen Dunst über Fehmarn erkennen wir eine Windmühle, unser Orientierungspunkt. Bis zu zwanzig Jollen ziehen an der Silhouette der Fehmarnsundbrücke vorbei. Wir passieren die Landzunge vor dem Zielhafen, um Hintergrund der markante, rot-weiße Leuchtturm Flügge. Dann taucht die Einfahrt von Orth - so heißt der Ort - vor uns auf. An der Mole legen alle Schiffe hintereinander an - die Insel ist erreicht. Im Piratennest, am Futterkutter oder in einem netten Imbiß stärken wir uns für die Rückfahrt. Bis zu drei Motorboote sichern die Flotte. Ein schnelles Gummiboot, das auch den entferntesten der Herde in kürzester Zeit erreichen kann, ein Long-Boat mit Vorräten an Bord und ein bewährtes Arbeitsboot. Sie alle können, wenn nötig, die Schiffe in Schlepp nehmen. Gegen 17 Uhr läuft das Geschwader wieder in die Bucht ein, die Crew müde aber um ein tolles Erlebnis bereichert.