Lagebericht der Segelschule:



Am Vormittag trainieren wir auf dem Menhir, der Kurs bei Westwind zur Westtonne, Halse und Kurs auf die Optiinsel. Von dort wieder mit ein zwei Wenden zum Steg und Anlegen…die Aufregung ist groß, die Knoten noch verwirrt.

Meine beiden Damen gehen in die Prüfung, Fred wird Vorschiffmann. Unter Dieters kritischen Augen finden sie Zustimmung. Die Theorie wird in meinem Büro geschrieben. Danach dürfen sie segeln, jetzt endlich darf auch Fred wieder an die Pinne. Zum Abschluss werden die Knotenknäuel entwirrt. Glücklich kann ich die beiden Grundscheine in erleichterte und begeisterte Hände übergeben. Abends präsentiert Niklas ein Nudelgericht. Niklas und Jan führen den neuen Kat aus. Stanzerl hat mit dem Schwert von Springbock Probleme.

Am nächsten Morgen: Zwei Schnupperleute kommen mit belegten Brötchen, ein Binnenschüler kommt hinzu. Bei leichten aber stetigen westlichen Winden starten wir die Ausbildung. Es läuft so gut, dass sie nachmittags gegen Ende schon selbstständig segeln können. Sie sind selbst von ihren Erfolgen überrascht und ich bekomme einen Ritterschlag auf die Schulter. Gegen 16 Uhr kommt Andrea zur Motorübung, doch ich bin angespannt. Zwei Anrufe habe ich abgehört. Sie beziehen sich auf einen Menhirverleih, der der Brücke zu nahe gekommen ist. Die Strömung hätte sie durchgezogen. Sie haben nicht angerufen. Stanzerl und Jan machen sich mit dem Auto auf die Suche. Nils mit Dora unterwegs, entdeckt sie – sie haben sich von einer Yacht durch die Brückendurchfahrt zurückziehen lassen. Bei Westwind hatten sie auch keine andere Chance. Sie fuhren dann westlich der Brücke ohne große Höhe herum, doch Nils konnte ihnen die Bedeutung des Schwertes näherbringen- Sie landen endlich am Steg. Derweil habe ich die Motorstunde beendet. Abends zaubern wir eine Riesenpizza – jeder hat seinen eigenen Belag. Bei mir dürfen Ananas und Peperoni nicht fehlen. Bettina und Heiko laufen ein. Thomas H. und Nils übernachten auf ihren Menhiren. Am Sonntag kommt der Menhirverleih zur Standpauke – eine Kiste Wein mit mineralischem Nachhall – ist da schon drin. Nun kommt Peter – eine Binnenmensch – allein. Nach Halse, Beidrehen und BüB sind wir mit dem Programm fast durch, dann zeige ich ihm noch, wie er den Menhir alleine segeln kann- Er setzt es sehr gut um. Abends präsentieren Bettina und Heiko eine Soljanka. Niklas arbeitet an seiner Hütte und beginnt, den großen Schlafraum leer zu räumen. Wir wollen das Zelt aufstellen, doch die Planen sind hinüber – so müssen wir einige Dinge in der Hütte zwischenlagern. Denn am Wochenende kommen OSG-ler zum Laserkurs, Gudrun und Eddi wollen mit mir Motorenkunde machen. Zusätzlich hat sich noch eine Schnupperschülerin angemeldet. Heute – am Montag – hat Astrid Geburtstag – Claas und Till haben versucht anzurufen. Bettina hat etwas vorbereitet – Tafelbild, Kuchen und liebe Kleinigkeiten. Von Stanzerl und mir bekommt sie Walkingstöcke. Am Vormittag kommt ein ukrainischer Junge, der zusammen mit Peter und Niklas auf Törn geht. Am Nachmittag kommt noch eine Ukrainerin hinzu. Vielleicht ist das ja der richtige Weg. Ich nehme einzelne Kinder von Geflüchteten in die laufenden Kurse auf. Den Tag abschließen werden meine drei Binnen-Leute, die eine Vorprüfung inklusive FKN ablegen werden. Das ganze umgeben von einem frischen, von Sonne durchtränkten Ostwind.




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