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SEGELSCHULE  BENNEWITZ

Heiligenhafen an der Ostsee

Absegeln

vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Südliche, schwache Winde, blauer Himmel mit leichten Cumuli und beginnender Schichtbewölkung in der Höhe empfangen uns. Ein Gurgelsong, soll erkannt werden. Dann sind es fünf Menhire, die sich vor der Startlinie Longboat und Boje tummeln. An Bord auch eine teilweise weibliche Admiralität und Piratenvolk. Eine „Sepa-Regatta“ wird gestartet, immer, wenn es die Taktik gebietet, kann das Paddel eingesetzt werden. Merle und Gert übernehmen das Steuer, Laith – ein Kollege von Merle, bedient die Fockschot. Meine Gewichtigkeit sorgt im Bugbereich für den nötigen Trimm, die Abriss Kante des Hecks kommt aus dem Wasser. Wir sind nicht schlecht im Rennen, jedoch unterliegen wir im rechtzeitigen Einsatz des Hilfsaggregates, obwohl Merle immer wieder energisch eingreift. So kommen wir als zweites Schiff über die Ziellinie, vor uns: Steffi, Stefan und Neels.

Ein kurzer Versuch, die Optiinsel an Land zu ziehen – unterstützt von ein paar Slawen, die ihr Ruderboot slippen wollen – führt lediglich zu einem Meter Geländegewinn. Maddel wird das am Montag in seinem zweiten Umlenkversuch mit dem Trecker erfolgreich beenden.  

Wieder auf festem Boden beginnt ein Schnaps-Contest. Meine Stärke liegt dabei eher im Trinken als im Erkennen. Gleichzeitig erhalten wir eine Einführung in die Rohrkanone aus dem Rüstungsbetrieb „Winnie und Co.“. Ganz ohne Pulver, nur durch Gummispannung angetrieben, sausen Flauschbälle auf eine Pyramide aus Konservendosen zu. Der erste Treffer wird frenetisch bejubelt.

Wie gerufen kommt das Spelunken-Dinner einher. Chili con und sin, hervorragend gewürzt, stärkt die Crews. Bei mir findet später eine gedärmliche Würdigung statt.

Vor dem Tresen strahlen in lockerer Lichterkette die Schöpfer der Spelunkenoper: Claudia, Thomas, Winnie, Laura und Olé!  

Ein letzter Akt: das Verlesen der Logbücher, im Schummerlicht eine Herausforderung. Doch auch die Gestaltung und ein beim Landgang erstelltes Foto kommen in die Wertung.

Es steht fest: Eva, Lena-Marie, Nikolaus und Nils werden es beim nächsten Mal richten. Der Segelpokal geht an Merkur.

Am Sonntag beginnt der Rückbau der Spelunke. Picknicktische werden transportiert und gestapelt. Die Rammbretter werden mühsam entknotet, von Nikolaus beschriftet, von Winnie, Nadine und Stefan² sowie Gert an ihren Winterplatz verbracht. Steffi rollt die Segel, bringt sie mit dem Rest der Crew in die Betten. Stefan von der Rose, Laith, Merle, Eva bringen sich ein, wo nötig. Bei so vielen helfenden Händen vermisse ich schmerzlich die Jugend - was machen wir falsch? Endlich aber ist die Segelschule schöner als vorher….

 
 
 

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