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SEGELSCHULE  BENNEWITZ

Heiligenhafen an der Ostsee

Noch einmal glimpflich davongekommen!

vor 2 Minuten
1 Min. Lesezeit

Das war Maddel zu verdanken. Am Samstag steht er im Overall auf dem Gelände und gibt mir das Zeichen, aktiv zu werden: Hochwassergefahr. Das Wasser soll um einen Meter oder mehr steigen, kräftiger Ostwind verschärft die Lage. Während Maddel in der Steuerschüssel die Jollen sichert, räume ich die Kisten mit den Optischwertern und -ruderanlagen aus. Der höchste Wasserstand wird gegen fünf Uhr morgens erwartet.

Erinnerungen werden wach: heftiger Ostwind, ein überschwemmter Steg. Drei Tage lang setzen Sturm und Wellen dem Gelände zu und hinterlassen Verwüstung.

Stanzerl kommt zu Besuch. Unser Plan, mit „von Bennewitz“ zu einem Törn aufzubrechen, bleibt in der Schublade. Stattdessen müssen wir unsere Jolle sichern. Der Wind trifft sie fast von der Seite und lässt sie heftig arbeiten. Zweimal sind wir abends mit der Taschenlampe unterwegs, um das Boot weiter in den Wind zu drehen. Dafür muss Stanzerl auf dem Schwimmsteg einen wahren Rodeoritt hinlegen. Schließlich gelingt es uns; Fender schützen nun die Stegkante.

Es wird eine unruhige Nacht. Doch der Wind bleibt weniger aggressiv als befürchtet, und auch die etwa einen Meter hohen Wellen halten sich in Grenzen. Immer wieder prüfen wir die Wasserstandsvorhersagen. Am nächsten Morgen steht fest: Wir haben es überstanden, größere Schäden sind nicht zu erkennen. Die Wellen haben an den Optimisten geleckt. Ein Boot aus dem Bojenfeld ist gestrandet, ein Schlauchboot liegt am Steg – Moritz und ein Freund haben es bereits am Vorabend geborgen. Unter dem Steg taucht ein altes Brückenteil auf, das Maddel am nächsten Tag bergen kann.

Dann fällt mein Blick auf eine Gruppe Blesshühner, die sich am Strand zur Gefiederpflege versammelt hat.


 
 
 

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